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Wirtschaft

Die Fed legt eine Pause ein

Die US-Leitzinsen bleiben unverändert: Die Notenbank Fed belässt den Schlüsselsatz zur Versorgung des Finanzsystems mit Geld bei 0,25 bis 0,5 Prozent. Im Dezember hatte sie ihn erstmals seit fast zehn Jahren erhöht.

Sechs Wochen nach der ersten Zinserhöhung in den Vereinigten Staaten seit fast einem Jahrzehnt wartet die US-Zentralbank Federal Reserve mit einer weiteren Anhebung des Zinsniveaus. Der für die Geldpolitik zuständige Offenmarktausschuss der Fed beließ den Leitzins am Mittwoch bei 0,25 bis 0,5 Prozent. Die Zentralbank stellte in ihrer Erklärung fest, dass sich das Wirtschaftswachstum der USA zuletzt "verlangsamt" habe.

Die Währungshüter um Fed-Chefin Janet Yellen erklärten, dass sie die Entwicklung in der Finanzwelt und das globale Konjunkturumfeld genau beobachten werden. Damit wollen sie die Risiken für den Konjunkturausblick abschätzen. Zugleich strichen sie eine frühere Passage, wonach die Gefahren für den Ausblick ausgeglichen seien.

Dies gilt als Signal dafür, dass sie bei weiteren Zinserhöhungen aus Rücksicht auf Märkte und Wirtschaft nichts überstürzen wollen. Allerdings erklärten die Währungshüter, dass sie die Effekte des Ölpreisverfalls und des starken Dollars auf die unerwünscht niedrige Inflation weiter für "vorübergehend" hielten.

Eine Anhebung bei der nächsten Sitzung Mitte März wurde von Investoren zuletzt als eher unwahrscheinlich eingeschätzt. Viele Experten rechnen mit drei Zinsschritten in diesem Jahr.

Die Finanzkrise gilt als überwunden …

Ende 2008 hatte die Federal Reserve angesichts der Finanzkrise den Leitzins auf das Rekordtief von null bis 0,25 Prozent gesenkt. Vergangenen Monat beendete die Zentralbank dann die Ära der Nullzinsen und hob den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte an - die erste Erhöhung seit dem Jahr 2006. Als Grund hatte die Fed die Verbesserung der Lage auf dem Arbeitsmarkt angeführt.

… aber weiterhin regiert die Vorsicht

Die Wall Street reagierte verunsichert auf den heutigen Zinsentscheid. Der Dow-Jones-Index drehte in einem volatilen Handel ins Minus. Die Renditen auf US-Staatsanleihen fielen leicht. Der Euro legte zum Dollar weiter zu.

Die Konjunkturabkühlung in China und der freie Fall des Ölpreises hatten die Märkte zu Jahresbeginn auf Talfahrt geschickt. Diese Entwicklung gilt vielen Investoren als Anzeichen für eine angeschlagene Weltwirtschaft.

dk/hf (rtr/afp)