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Kultur

Die Exotik des Fremden

Das Reisefieber der Künstler in Ravenna teilen; dem Vater der Eisenplastik in Madrid begegnen; in Rom Naturbilder in schwarz- weiß sehen und über Chagalls Fresken für ein jüdisches Theater in Kalifornien staunen.

L'artista viaggatore da Gauguin a Klee da Matisse a Ontani

Ausstellungstipps KW12 KW 12 L'artista viaggatore. Da Gauguin a Klee, da Matisse a Ontani in Ravenna

Schon immer hat die Exotik des Fremden Wissenschaftler und Künstler ins außereuropäische Ausland gelockt. Oft wurde das Andere verherrlicht und zum ästhetischen Ideal erhoben. Paul Klee schwärmte von der "unbeschreiblichen Schönheit" tunesischer Abende und Henri Matísse von der Farbenpracht des polynesischen Meeres. Eine Ausstellung im "Museo d'Arte della città" in Ravenna widmet den reisenden Künstlern des 18. und 19. Jahrhunderts nun eine umfassende Ausstellung. Neben Werken von Künstlern wie Paul Gauguin, August Macke oder Oscar Kokoschka werden in der Ausstellung mit dem Titel "L'artista viaggatore. Da Gauguin a Klee, da Matisse a Ontani" zeitgenössische Landkarten gezeigt. Die Schau läuft noch bis zum 21. Juni 2009 in Ravenna.

Der "erste Künstler mit dem Schweißgerät" in Madrid

Julio Gonzalez: Woman Combing Her Hair

Julio Gonzalez: Woman Combing Her Hair

Er gilt als Vater der Eisenplastik und zählt zu den wichtigsten Bildhauern des 20. Jahrhunderts: der Spanier Julio González (1876-1942). Fast 70 Jahre nach seinem Tod widmet ihm das Königin-Sofía-Museum in Madrid nun die erste große Retrospektive in seiner Heimat. Bis zum 1. Juni sind mehr als 200 seiner Werke zu sehen. Ein Teil der Ausstellung beleuchtet González’ Zusammenarbeit mit Pablo Picasso in den Jahren 1928-1932. González hatte nach einer Goldschmiedlehre zunächst als Maler begonnen. Mit 42 Jahren erlernte er in einer Autofabrik das autogene Schweißverfahren, was seiner Laufbahn eine ganz neue Richtung gab und ihm den Beinamen des ersten "Künstlers mit dem Schweißgerät" einbrachte.

Spiel mit Licht und Schatten in Naturfotografie

Italienische Landschafte in Schwarz-Weiß

Italienische Landschafte in Schwarz-Weiß

Ob es ein verschneiter Berg in Norditalien, die ligurische Küste oder eine verlassene Bahntrasse in der Lombardei ist – der Fotokünstler George Tatge spielt stets mit den Gegensätzen zwischen Licht und Schatten, Mensch und Natur, alt und neu. 76 Bilder des in Istanbul geborenen Fotografen, der als Sohn einer Italienerin und eines Amerikaners auf drei Kontinenten aufwuchs, sind jetzt im Stadtteil Trastevere in Rom zu sehen. Die Schwarz-Weiß-Fotografien führen den Betrachter in eine beinahe surreale Welt unberührter Natur, die erst nach und nach vom Menschen verändert wird. Obwohl auf keinem Foto eine Person zu sehen ist, sind es stets die menschlichen Spuren, die für Spannung in den Fotografien sorgen. Die "Presenze. Paesaggi Italiani" zeigt Tatges Bilder noch bis zum 6. April im Museo di Roma in Trastevere.

Chagalls Bilderfresken für das jüdische Theater

Marc Chagall: Musik

Marc Chagall: Musik

Nur einen Monat brauchte er, dann waren die Wandgemälde für das jüdische Theater in seiner russischen Heimat fertig. Marc Chagall inspirierte die Zusammenarbeit mit dem jiddisch-sprachigen Theater in Moskau zu monumentalen Bilderfresken. Sie sind nun Gegenstand einer einer Ausstellung im "Contemporary Jewish Museum" in San Francisco. Unter dem Titel "Chagall and the Artists of the Russian Jewish Theater, 1919 - 1949" präsentiert das im Juni 2008 eröffnete Museum Chagalls Bilder von Mitte April bis September. Neben dem Theaterdekor werden über 200 Werke, darunter Kostümzeichnungen, Poster, Programmhefte, Fotografien und seltene Filmaufnahmen ausgestellt. Neben Chagall sind auch mehrere seiner Zeitgenossen wie Natan Altman und Isaac Rabinovich vertreten. Die Exponate sind Leihgaben aus Sammlungen in Frankreich, Russland, Israel und den Vereinigten Staaten.

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