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Kultur

Die erste digitale Konzerthalle

Die Möglichkeiten, in den Genuss eines Konzert zu kommen, sind einfacher geworden. Das Internet macht's möglich. Dort sind jetzt auch Simon Rattle und die Berliner Philharmoniker live zu hören.

Simon Rattle (Foto: dpa)

Chefdirigent der Berliner Philharmoniker: Sir Simon Rattle

Die Möglichkeiten, in den Genuss eines Konzerts zu kommen, noch dazu von einem Weltklasse-Orchester wie den Berliner Philharmonikern, sind einfacher geworden: Früher standen Musikfreunde oft Schlange, um eine Konzertkarte zu ergattern. Heute klickt man ein paar mal durch's Internet und zückt die Kreditkarte - und schon ist das Ticket sicher. Überall auf der Welt kann man dabei sein, wenn einer der renommiertesten Klangkörper Deutschlands in Berlin ein Konzert gibt: via Internet.

Erfolgreiche Internet-Premiere

Berliner Philharmonie (Quelle: DW TV)

Aus der Philharmonie ins Internet

Rund 2500 Zuschauer aus der ganzen Welt waren dabei, als am Dienstag (06.01.2009) Simon Rattle und die Berliner Philharmoniker Werke von Brahms und Dvorak aufführten: Musikfans aus Afrika, Japan und Südamerika wie auch deutsche Zuhörer.

Die Eintrittspreise für eine Internet-Übertragung reichen von 9,90 Euro für das Ticket zu einem Einzelkonzert bis zum Saisonticket für 149 Euro für sämtliche Live-Konzerte.

Hochsensible Technik

Die Idee für den digitalen Konzertraum hatte Olaf Maninger, seit 1996 Solo-Cellist des Orchesters. Als Medien-Vorstand des selbstverwalteten Klangkörpers trieb er die Entwicklung des neuen Konzerterlebnisses im Internet voran. Zuerst ging es an die technischen Voraussetzungen. Zwar hatten die Philharmoniker ein Tonstudio, aber kein Bildstudio. Fünf ferngesteuerte Kameras von hoher Empfindlichkeit, die mit dem normalen Saallicht auskommen, wurden rund um das Podium in der Philharmonie installiert. Von einem Regie- und Mischplatz aus werden Bildaufnahmen in höchster High-Definition Qualität produziert.

Dazu kommen natürlich Mikrofone, die den optimalen Klang einfangen. Der Vorteil: der Internet-Gast ist mit dem Kamera-Auge näher am Orchester, als es der Konzertbesucher jemals sein kann.

Projekt für die Zukunft

Berliner Philharmoniker (Foto: dpa)

Berliner Philharmoniker

Das Angebot richtet sich an alle Klassikfreunde, die keine Chance haben, nach Berlin zu kommen. Auf ihren Tourneen haben die Philharmoniker oft erlebt, wie groß die Nachfrage besonders in Afrika, Asien und Amerika ist. Und ob der Klassik-Fan die optische Nähe zum Orchester genießt oder der Technik-Freak an der HD-Qualität der Aufnahmen interessiert ist - sie alle können intensiv miterleben, was auf der Konzertbühne vor sich geht.

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