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Volontariat

Die DW-Fremdsprachenvolontäre (Jahrgang 2005)

Fremdsprachenvolontärin Azeb Hahn

Azeb Hahn

Aze b Tadesse Hahn, Äthiopien

In Addis Abeba geboren - unter der heißen Sonne Ostafrikas aufgewachsen, im russischen Norden die weißen Nächte von Sankt Petersburg aufgesogen, Sprache, Lebensart und das journalistische Handwerkzeug in Russland studiert, nebenbei Amharisch-Kurse für Studierende an der Universität St. Petersburg gegeben.

An der Bibliothek für Publizistik der Freien Universität Berlin habe ich schließlich als Mitarbeiterin die erlernten Fertigkeiten wieder aufgenommen und verschaffte mir neben dem Erfahrungszuwachs auch viele neue Verbindungen, die mich letztlich auch zur Deutschen Welle führten. Es gab für mich keine Probleme mit meiner Tochter in Bonn unterzukommen.

So hoffe ich also, dass sich der Kreis zur Erfüllung meines Traumberufswunsches mit dem Volontariat bei der Deutschen Welle bald schließen könnte. Die Bonner haben es mir wirklich richtig leicht gemacht, sich wohl zu fühlen in dieser Stadt.

Fremdsprachenvolontärin Dyan Adriana Kostermans

Dyan Adriana Kostermans

Dyan Andriana Kostermans, Bandung - Indonesien

"Aber Mama...die Arbeit im Radio macht doch wirklich Spaß!...“ So musste ich damals meinen Studentenjob in einem privaten Rundfunk in meiner Heimatstadt Bandung, Indonesien gegenüber meinen Eltern (insbesondere meiner Mutter) verteidigen. Sie hätten es lieber gehabt, dass sich ihre einzige Tochter einen anderen „seriösen“ und „anspruchsvollen“ Nebenjob gesucht hätte. Dann – nach einiger Zeit – suchte ich mir auch einen anderen Studentenjob und wollte meinen Traumjob als Journalistin auf Eis legen.

Nach dem Abschluss meines Studiums im Fach Internationale Kommunikation in Indonesien bin ich im Jahre 1995 für ein weiterführendes Auslandsstudium nach Deutschland gekommen. Mit der Hoffnung, dass Auslandsstudium verbessern würde. Allerdings, hatte ich am Anfang meiner Studiumszeit an der Universität Siegen, Schwierigkeiten mit dem deutschen Hochschulsystem sowie der deutschen Sprache zu Recht zu kommen.

Dies führte zu einem sehr langen Studiumsaufenthalt in Deutschland sowie einer totalen Veränderung meiner Berufslaufbahn. Ein Praktikum als Voraussetzung für die Zwischenprüfung im Hauptfach Politikwissenschaft mit den Nebenfächern Wirtschaftswissenschaft und Soziologie brachte mich im Sommer 2001 zu der indonesischen Redaktion der Deutschen Welle. Mein Traumjob als Journalistin war wieder näher gerückt. Ich durfte nicht nur als Praktikantin bleiben, sondern auch weiter als freie Mitarbeiterin tätig sein. Eine Tätigkeit, die einerseits anspruchsvoll und seriös, andererseits wirklich interessant ist. Sehr interessant sogar, so dass ich über „Deutsche Welle als Träger der auswärtigen Kulturpolitik Deutschlands“ für meine Abschlussarbeit geschrieben habe. Als im März 2005 die Zusage für das Fremdsprachenvolontariat bei der Deutschen Welle kam, rief ich meine Eltern in Indonesien an und sagte, “Hallo Ihr Lieben,...im Mai fange ich eine journalistische Ausbildung bei der kleinen UNO am Rhein an!“.und –erfahrung meine Chance, eine Karriere als Diplomatin zu „ergattern“,

Fremdsprachenvolontär Eyhad Hamideh

Eyad Hamideh

Eyad Hamideh, Jordanien

1974 in Jordanien geboren, Bachelor-Studium in Deutsch und Französisch an der University of Jordan, dann ein Master-Studium an der Universität Gesamthochschule Kassel in DaF (Deutsch als Fremdsprache). Schon seit meinem Studium interessierte ich mich für Medien in Deutschland, Europa und der Arabischen Welt.

Ich richtete meinen Blick auf den Vergleich der Mediensysteme und verfolgte die Entwicklung der Medienlandschaft insgesamt. Ganz besonders interessierten mich schon immer die neuen Medien. Das Internet als Lernmedium war das Thema meiner Masterarbeit. Für ein paar Monate war ich als Autor bei DW-WORLD Arabisch tätig. Jetzt möchte ich lernen, wie man auch TV und Radio professionell macht.

Fremdsprachenvolontärin Hebatallah Ismail Hamideh

Hebatallah Ismail Hafez

Hebatallah Ismail Hafez, Ägypten

Flüsse verbinden - und das ist auch bei mir so. Meine erste Station lag am Nil in der größten Hauptstadt Afrikas, in Kairo. Dort habe ich die deutsche Schule besucht und mein     Germanistikstudium abgeschlossen. Meine erste journalistische Erfahrung habe ich bei der deutsch-arabischen Handelskammer in der Medienabteilung erlangt. Hinzu kam eine IT-Ausbildung im Bereich Multi-Media.

In Hof an der Saale habe ich bei der Frankenpost ein Praktikum absolviert. An der Echaz in Reutlingen war die nächste Station. Dort hatte ich die Möglichkeit, ein Aufbaustudiengang im Internationalen Marketing zu absolvieren.

In Essen an der Ruhr ging es weiter. Dort arbeitet mein Mann und auch ich arbeitete dort bei einer Firma in der Vertriebsabteilung. Aber irgendwie hatte ich immer den Journalismus im Hinterkopf. Zeitungsartikel, Dokumentationen usw. habe ich immer mit einem kritischen Auge betrachtet und verfolgt. Also habe ich mein Glück versucht und meine Bewerbung an die Deutschen Welle geschickt. Der Bewerbungsprozess war ein harter, langer aber fairer Weg.

Fremdsprachenvolontärin Nabila Karimi

Nabila Karimi-Alekozai

Nabila Karimi-Alekozai, Afghanistan

Ich bin in Afghanistan geboren und aufgewachsen. Nach der Schulzeit habe ich in Kabul Jura studiert. Neben meinem Studium war ich aktive Sportlerin als Kapitän der ersten und einzigen Badminton-Frauenmannschaft Afghanistans. Vor 16 Jahren mussten meine Familie und ich das Land verlassen. Warum? Ich denke, dass wird fast jeder wissen.

Bonn ist für mich zur zweiten Heimat geworden. Für mein Studium der Sozialpädagogik bin ich fast täglich nach Köln gefahren. Trotzdem bin ich Bonn aber treu geblieben und wohne hier gerne.

Mein wichtigstes persönliches Anliegen ist es, einen Beitrag zum Brückenbau zu leisten - wie sagt man so schön: zwischen Orient und Okzident. Ganz besonders liegt mir die Arbeit mit Frauen am Herzen.

Erste Erfahrungen mit dem Mikrofon auf der Bühne machte ich bei unzähligen Veranstaltungen des Arbeitskreises für Afghanistan. Zwangsläufig folgten die ersten redaktionellen Beiträge für verschiedene Zeitschriften u.a. "Nau Bahar" Neues Jahr. Die Zusage für die Volontärsstelle erreichte mich in der Afghanistan-Redaktion, wo ich seit einiger Zeit als freie Mitarbeiterin für das Frauenmagazin und als Vertreterin der Aufnahmeleitung arbeite.

Nun bin ich hier und freue mich, dass ich meine persönlichen und beruflichen Interessen so ideal miteinander verbinden kann. Besser hätte ich mir das nicht vorstellen können.

Zu Hause habe ich ein Königreich. Nabila hat einen Sultan, so heißt mein Mann. Parssauusch (Perseus, Sohn des Zeus) und Djahan haben dieses Königreich erweitert und mächtiger gemacht.

Fremdsprachenvolontär Nasim Saber

Nasim Saber

Nasim Saber, Afghanistan

Wenige Wochen nach meiner Geburt marschierte die Rote Armee in Afghanistan ein. Ich wuchs im Krieg heran und war mit meiner Mutter und meinen damals zwei Geschwistern ständig auf der Flucht. Selten verbrachten wir viel Zeit an einem Ort, zogen mal in die Berge, mal in die Hauptstadt Kabul, mal in die Dörfer. Als ich sechs Jahre alt war, traf ich dann meinen Vater zum ersten Mal, den ich bis dahin nur von Fotos kannte. Das war in Deutschland, denn er hatte vor meiner Geburt ein Stipendium erhalten und war zum Studium hierher gekommen. Diejenigen Menschen, die in meiner Kindheit die Rolle von Ersatzvätern übernommen und mich erzogen hatten, habe ich seitdem nie wieder gesehen. Dies waren mein Großvater und mein Onkel, letzterer war zur Zeit seines Todes so alt wie ich heute.

Dies war das erste Viertel meines bisherigen Lebens, der Rest verlief in einer friedlichen, demokratischen Gesellschaft der Chancengleichheit, in der ich mich nie meiner Herkunft oder meines Aussehens wegen benachteiligt gefühlt habe. Deutsch habe ich sehr schnell gelernt, was auch der Tatsache zu verdanken ist, dass meine Muttersprache Paschto eine ähnlich komplexe Grammatik wie das Deutsche aufweist.

Nach Abitur und Wehrdienst begann ich mit dem Studium der Medizin, vielleicht aus einem biographisch motivierten Helfersyndrom heraus. Meine große Liebe galt jedoch schon immer den Büchern, den Sprachen und dem Schreiben selbst. Vor allem über die Kulturen Asiens und des Orients. Und so begann ich mit dem Studium der Asienwissenschaften.Als Afghanistan dann in den Mittelpunkt der internationalen Berichterstattung rückte, konnte ich meine Kenntnisse in zahlreichen Jobs, Projekten und Übersetzungstätigkeiten unter Beweis stellen.

Einer anschließenden zweieinhalbjährigen freien Mitarbeit in der afghanischen Redaktion der Deutschen Welle ist es zu verdanken, dass ich das Lieblingsmedium der Afghanen aus nächster Nähe kennen gelernt habe - das Radio. Seine große Beliebtheit in Afghanistan ist nicht nur durch eine hohe Analphabetenrate und wenige Fernsehgeräte zu erklären. Sie ist auch einer ständig prekären, politischen und sozialen Situation im Lande sowie dem Mangel an freien, objektiven und leicht zugänglichen Informationen zuzuschreiben. Somit wird der Auslandsfunk der großen internationalen Sender zur einzigen Informationsquelle für Afghanen in Afghanistan, aber auch der gut ausgebildeten Auslandsafghanen. Beide Gruppen sieht man mit Weltempfängern in Parks spazieren oder auch ganze Familien am Esstisch versammelt, wie sie den Nachrichten lauschen. Auch ich wuchs seit frühester Kindheit mit der Kurzwelle auf und habe nun das Glück, selber mitarbeiten und die Aufgabe eines objektiven Berichterstatters zwischen den Welten wahrnehmen zu können.

Fremdsprachenvolontär Samad Sharif

Samad Sharif

Samad Sharif, Afghanistan

Geboren bin ich am 09. März 1982 in Kabul. Ich habe schon in Afghanistan journalistische Erfahrungen gemacht, da ich für verschiedene Fernsehsender als Produzent und Übersetzer gearbeitet habe. Nach dem Kriegsende, gegen Ende des Jahres 2001, kam ich nach Berlin, um mein Studium der Politik, Geschichte und Journalismus zu beginnen. Während dieser Zeit erfuhr ich vom Fremdsprachenvolontariat, welches ich bei der Deutschen Welle zum 1.05.2005 begann. Zu meinen Hobbys zählen Tae Kwon Do, klassische Musik und Lesen.

Fremdsprachenvolontärin Vidi Legowo

Vidi Legowo

Vidi Legowo, Indonesien

Obwohl ich eigentlich eine Ausbildung als Ingenieurin habe, wollte ich schon immer Journalistin werden. Mein Bachelor-Diplom als Bauingenieurin habe ich 2002 in Indonesien absolviert. Danach bekam ich eine Riesenchance als Fernsehreporterin zu arbeiten - ohne je einen Versuch unternommen zu haben, als Ingenieurin zu arbeiten. Beim Fernsehen habe ich dann sechs Monate lang gearbeitet. Danach war ich mir ganz sicher: Ich wollte Journalistin werden.

Mit dieser neuen Motivation entschied ich, nach England zu gehen, um dort ein Master-Diplom in Fernsehjournalismus zu machen. Diesen November erwarte ich mein Diplom. Vom Fernsehen zum Hörfunk. Jetzt, als Volontärin bei der Deutschen Welle, hoffe ich mehr über andere Medien zu lernen.

Es hat mich immer fasziniert, wie Radiojournalisten es schaffen, einen interessanten Bericht ganz ohne Bilder zu verfassen. Ich sehe die Deutsche Welle auch als Sprungbrett, um internationale Journalistin zu werden. Diesem Traumjob bin ich nun einen Schritt näher gekommen. Ich kann es kaum erwarten, was die Zukunft für mich bereithält.