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Kunst

Die documenta-Stadt vergibt ihren Arnold-Bode-Preis an den US-Künstler Olu Oguibe

Er hat in Kassel einen 16 Meter hohen Obelisken mit einer provokanten Botschaft zur Flüchtlingsdebatte aufgestellt. Dafür zeichnet die Stadt Kassel den documenta-Künstler Olu Oguibe mit dem Arnold-Bode-Preis aus.

Deutschland Olu Oguibe bekommt den documenta 14 Preis für sein Obelisk in Kassel (Getty Images/AFP/J. Macdougall)

Olu Oguibe

Olu Oguibe erhält den mit 10.000 Euro dotierten Arnold-Bode-Preis 2017 nach einem Beschluss des Magistrats der Stadt Kassel. Der Preis wird in Erinnerung an den documenta-Gründer Arnold Bode verliehen.

Mit seinem Obelisken auf dem Königsplatz beschäftigt sich der in Nigeria geborene Olu Oguibe mit der menschlichen Tragödie des nigerianischen Bürgerkriegs. "Ich war ein Fremdling und ihr habt mich beherbergt", steht in Goldschrift auf einer Seite als Zitat aus dem Matthäus-Evangelium. Auf den übrigen drei Seiten des Obelisks steht der Spruch in arabischer, türkischer und englischer Sprache.

Künstler erinnert an 60 Millionen Flüchtlinge

Der Obelisk sei "eine Arbeit, die eines der brennenden Themen der Gegenwart aufnimmt und mit der Formgebung einen Bezug zur Geschichte herstellt", sagte Oberbürgermeister Bertram Hilgen zur Begründung. Oguibes künstlerische Arbeit für die documenta 14 in Kassel bezieht sich nach Angaben der Ausstellungsmacher auf die humanitäre Hilfe, die die Opfer erhielten. Das Werk sei den 60 Millionen Menschen gewidmet, die sich auf der Flucht befinden.

Olu Oguibe ist Künstler, Kulturwissenschaftler und Kurator. Die Werke des US-Künstlers wurden unter anderem in New York, London und Zürich gezeigt. Vor zehn Jahren nahm er an der Kunst-Biennale in Venedig teil. Er lebt und arbeitet in der Kleinstadt Rockville im US-Staat Connecticut.

sd/suc (dpa/epd/documenta14/Stadt Kassel)

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