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Presse

Die Deutschen Welle im Iran

Die Deutsche Welle sendet für die Menschen im Iran seit 47 Jahren – Sendestart war im April 1962 – ein Radioprogramm in der Landessprache Farsi. Seit 2000 besteht außerdem ein Online-Angebot.

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Siegessichere Iranerin: Grün als Ausdruck der Unterstützung für Mussawi

  • Das Farsi-Angebot der Deutschen Welle im Internet wurde 2007 noch einmal erheblich ausgebaut. In diesen Tagen wird es besonders stark nachgefragt. Die täglichen Zugriffszahlen haben sich seit der Präsidentschaftswahlen vervielfacht auf rund 120.000 Abrufe. Insbesondere Beiträge, die sich mit Reaktionen in Deutschland auf die Entwicklung im Iran befassen, werden aufgerufen.
  • Partnerschaften mit Farsi-Webseiten beschränken sich auf Angebote, die von im Exil lebenden Iranern betrieben werden.
  • Der direkte Kontakt zur Redaktion in Bonn ist ebenso explosionsartig gestiegen: Allein bis zu 3.000 E-Mails gehen täglich ein, gut zehnmal mehr als in ruhigeren Zeiten.
  • Die Redaktion stützt sich bei der Berichterstattung aus und über Iran sowohl auf ihre eigenen persischsprachigen Korrespondenten als auch auf weitere Informanten in verschiedenen Regionen des Landes, darunter Sprecher politischer Gruppierungen, einheimische Journalisten, Menschenrechtler und Frauenrechtsaktivistinnen wie Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi sowie bedeutende Blogger.
  • Zu empfangen ist im Iran auch das Fernsehprogramm der Deutschen Welle – 24 Stunden im Wechsel auf Englisch und Deutsch. Über ein TV-Angebot auf Farsi – wie es Voice of America und seit kurzem auch BBC ausstrahlen – verfügt die DW bisher nicht.
  • Satellitenschüsseln sind in Iran zwar nach wie vor offiziell verboten, viele Menschen umgehen jedoch das Verbot. Insgesamt gibt es mehr als 30 aus dem Ausland für Iraner sendende TV-Kanäle auf Farsi – fast alle jedoch ausschließlich auf Unterhaltung ausgerichtet.
  • Die technische Entwicklung im Iran ist in den Metropolen sehr weit fortgeschritten, praktisch jeder Haushalt verfügt über Empfangsgeräte – TV wie Radio – und Internetanschluss. Landesweit haben derzeit rund 25 Millionen Iraner Internetzugang (gegenüber 11 Millionen 2007) – bei 70 Millionen Einwohnern.
  • Gerade die junge Generation ist den Neuen Medien gegenüber sehr aufgeschlossen. So geht man von gut 50.000 bis zu 100.000 Bloggern im Iran aus. Viele sind derzeit besonders aktiv und verfolgen täglich in ihren digitalen Tagebüchern, über soziale Netze wie Facebook oder den Kurznachrichtendienst Twitter die Demonstrationen in den Straßen und die weitere Entwicklung. Schon vor den jüngsten Unruhen war Farsi zur viertwichtigsten Blogsprache weltweit aufgestiegen.
  • Gleichwohl besteht im Iran ein Stadt-Land-Gefälle: Insbesondere in den Provinzen, die überwiegend von Minderheiten bewohnt werden, wie Kurdistan und Belutschistan, stehen moderne Kommunikationsmöglichkeiten weit weniger zur Verfügung, sind die Menschen weniger aufgeschlossen.
  • Die Deutsche Welle wird in Iran – wie in vielen Teilen der Welt – als glaubwürdige Informationsquelle geschätzt. Das Farsi-Programm hat in den mehr als 45 Jahren ihrer Präsenz durch verlässliche Informationen ein solides Vertrauen erworben. Hinzu kommt, dass das Deutschlandbild im Iran relativ positiv ist.

    Berthold Stevens