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Fußball

Die deutschen Gruppengegner: Ghana

In ihrem letzten Vorrundenspiel spielt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft gegen Ghana. Wir stellen die westafrikanische Mannschaft vor.

Mannschaft Ghana (Foto: AP)

"Black Stars" werden Ghanas Nationalspieler genannt

Ghana löste als erste afrikanische Mannschaft das Ticket für das erste WM-Turnier auf dem schwarzen Kontinent. Vier Spiele ohne Niederlage und Gegentor und schon stand die vorzeitige Qualifikation fest. Oliver Bierhoff, der deutsche Teammanager, nennt die Faktoren, die Ghana aus seiner Sicht zu einem gefährlichen Gegner machen: "Erst mal der Stolz, dass hier in Afrika die WM stattfindet und ein gewisser Heimvorteil. Man weiß, der ganze Kontinent fiebert mit. Und sie haben einfach fußballerisch sehr starke Spieler."

Für Ghana ist es nach 2006 die zweite WM-Teilnahme. Bei der Weltmeisterschaft in Deutschland hatte das Team als einzige afrikanische Mannschaft das Achtelfinale erreicht. Dort bedeutete das klare 0:3 gegen Rekordweltmeister Brasilien das Ende aller Träume. Damals saß allerdings Michael Essien, Ghanas Superstar, wegen einer Sperre auf der Tribüne. Essien verdient sein Geld wie der deutsche Mannschaftskapitän Michael Ballack beim englischen Club FC Chelsea.

Stärkste Mannschaft Afrikas

Hans Sarpei (Foto: dpa)

Hans Sarpei ist in Deutschland aufgewachsen

Die "Black Stars" - so heißen die Ghanaer nach dem schwarzen Stern in der Landesflagge - haben auch Bundestrainer Joachim Löw beeindruckt: "Ghana ist für mich mit Algerien die stärkste Mannschaft Afrikas neben der Elfenbeinküste." Ghana, so Löw, habe großartige Spieler. Besonders Michael Essien, Teamkollege von Michael Ballack beim FC Chelsea sei einer der Spieler, die auf einem Top-Niveau spielten.

Mehrere Bundesligaspieler hoffen auf einen WM-Einsatz für Ghana: Hans Sarpei von Bayer Leverkusen oder auch Isaac Vorsah und Prince Tagoe von 1899 Hoffenheim. Der Ex-Dortmunder Kevin-Prince Boateng, der jetzt in England spielt, ist nicht nur der Halbbruder des deutschen Nationalspielers Jerome Boateng, sondern kann sogar auf eine Verwandtschaft mit einem der deutschen WM-Helden von 1954 verweisen. Kevin-Prince Boateng ist ein Großneffe von Helmut Rahn, dem Schützen des 3:2-Siegtors im WM-Finale gegen Ungarn in Bern. Trainiert wird die Mannschaft Ghanas seit August 2008 vom Serben Milovan Rajevac, dem es gelang, aus starken Einzelspielern eine schlagkräftige Mannschaft zu formen.

Autor: Stefan Nestler

Redaktion: Andreas Ziemons

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