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Sport

Die deutschen Goldkandidaten

Bei den Olympischen Winterspielen in Kanada will Deutschland weiter Wintersportnation Nummer 1 bleiben. Bei den letzten Winterspielen in Turin sammelte Deutschland insgesamt 29 Medaillen – mehr als alle anderen.

Biathletin Kati Wilhelm schwenkt die deutsche Flagge (Foto: AP)

Holt sie wieder Gold? Biathletin Kati Wilhelm

"Ich habe die Hoffnung, dass es wieder klappen kann", sagt der für Sport zuständige Bundesinnenminister Thomas de Maizière. "Aber wenn das Team unter die ersten drei käme, wäre ich auch zufrieden." Spitzenreiter in der Nationenwertung war Deutschland schon dreimal: Bei den Winterspielen in Turin 2006 (11x Gold/12xSilber/6xBronze), Nagano 1998 (12/9/8) und Albertville 1992 (10/10/6).

Rodeln: Gold fast schon garantiert

Andre Florschütz (li) und Torsten Wustlich im Eiskanal bei den Olympischen Spielen in Turin (Foto: AP)

Florschütz (li) und Wustlich jagen im Eiskanal nach Gold

Auch dieses Jahr können sich die Deutschen Hoffnungen auf ein gelungenes Wintermärchen machen: Allen voran die Rodler, die mit 25 Olympiasiegen die erfolgreichste Gruppe der deutschen Olympiateilnehmer stellen. Tatjana Hüfner und Natalie Geisenberger dominieren die Konkurrenz nach Belieben und sind seit unfassbaren 98 internationalen Rennen ungeschlagen. Das wird so bleiben, vermutet Bundestrainer Norbert Loch: "Tatjana und Natalie werden den Sieg unter sich ausmachen." Auch die Männer können ganz vorn mitfahren: Der zweimalige Weltmeister Felix Loch zeigte zuletzt aufsteigende Form und auch die Doppelsitzer André Florschütz/Torsten Wustlich sowie Patric Leitner/Alexander Resch sind aussichtsreiche Kandidaten.

Eine Medaillenpremiere könnte es für die Deutschen beim Skeleton geben: Die zweifache Weltcupsiegerin Kerstin Szymkowiak, Anja Huber und Weltmeisterin Marion Trott wittern ihre Goldchance.

Olympische Geschichte könnte Bobfahrer André Lange schreiben, wenn es ihm gelingt, als erster Pilot im Viererbob den olympischen Hattrick und wie vor vier Jahren das Gold-Double zu schaffen – als Krönung zum Karriereende. "Ich will diese Spiele vor allem genießen. Ich weiß, dass da etwas ganz Großes in Kanada passieren kann." Bei den Frauen sind Olympiasiegerin Sandra Kiriasis und Cathleen Martini ganz oben auf dem Treppchen zu erwarten.

Riesch-Schwestern favorisiert

Alpin- Skifahrerin Maria Riesch, rechts, und ihre Schwester Susanne Riesch (Foto: AP)

Auf der Piste Konkurrentinnen: Maria (re) und Susanne

Bei den alpinen Skiwettbewerben haben die deutschen Mädels die Nase vorn: Weltmeisterin Kathrin Hölzl ist nach zwei Saisonsiegen Mitfavoritin im Riesenslalom und die beiden Riesch-Schwestern sind immer für eine Medaille gut: Maria in allen Disziplinen, wie Cheftrainer Matthias Berthold feststellt. Sie hat für ihn "das unglaubliche Talent, sich schnell von einer Disziplin auf die andere umzustellen. Maria ist die einzige im gesamten Weltcup, die das so gut löst." Susanne Riesch überzeugt im Slalom – so wie Felix Neureuther, der Geheimtipp bei den Männern. "Zu den Top-Favoriten im Slalom sollten wir ihn jetzt nicht zählen", warnt Alpindirektor Wolfgang Maier vom Deutschen Skiverband. "Ich habe es lieber, wenn meine Athleten aus der Außenseiterrolle kommen." Bei seinem ersten Weltcupsieg in Kitzbühel zeigte der Sohn der früheren Ski-Asse Rosi Mittermeier und Christian Neureuther aber schon, was er zu leisten imstande ist.

Auf die Biathleten ist Verlass

Die deutsche Biathletin Magdalena Neuner beißt auf ihre Goldmedaille (Foto: AP)

Hmm - das schmeckt Magdalena Neuner...

Eine weitere deutsche Medaillenbank sind die Biathleten. Die Frauen sind so stark, dass Bundestrainer Uwe Müßiggang bei der Staffel die Qual der Wahl hat: Magdalena Neuner ist in Topform und freut sich auf ihre Olympiapremiere: "Die Goldmedaille muss das Ziel für jeden Sportler sein, das will jeder erreichen." Dicht dahinter folgen dann aber schon Andrea Henkel, Kati Wilhelm und Simone Hauswald, die allesamt Goldchancen haben. Bei den Männern rechnen sich Turin-Dreifachsieger Michael Greis und Arnd Peiffer Siegchancen aus.

Sollten die Eiskunstlauf-Weltmeister Aljona Savchenko und Robin Szolkowy in guter Verfassung sein, sind sie ebenso für eine Goldmedaille gut wie Anni Friesinger-Postma und Jenny Wolf beim Eisschnelllauf. Wolf hält den Weltrekord über die 500 Meter. "Es ist super motivierend, wenn man weiß, man ist die Beste und hat jetzt die Chance, Olympiasiegerin zu werden."

Autorin: Olivia Fritz
Redaktion: Stefan Nestler

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