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Fußball

Die Bundesliga-Trainer im Fokus

Nach dem Länderspiel beginnt der 22. Spieltag erst am Samstag. Besonders die Bayern und Mönchengladbach stehen unter Druck. Andere Vereine haben Probleme mit ihren aufmüpfigen Spielern. Und Littbarski gibt sein Debüt.

Enttäuschten bisher: die Bayern, hier Franck Ribery und Breno. (Foto: dpa )

Die Titelverteidigung hat Bayern München schon abgeschrieben, nun droht er auch noch sein Minimalziel in der Liga zu verpassen: Platz zwei und die direkte Qualifikation für die Champions League. Nach der überraschenden 2:3-Niederlage in Köln am vergangenen Wochenende findet sich der deutsche Rekordmeister derzeit in der Tabelle nur auf Rang fünf wieder. Gegen 1899 Hoffenheim sind also drei Punkte ein Muss - sonst könnte es womöglich den Job von Trainer Louis van Gaal kosten. Bayern-Präsident Uli Hoeneß hatte jüngst erklärt, wenn er spüre, dass die Champions-Leauge-Qualifikation gefärdet sei, würde er eingreifen. Wie damals vor knapp zwei Jahren bei Jürgen Klinsmann. Und der wurde bekanntlich entlassen. Hoffenheim will dagegen dahin, wo der FC Bayern derzeit steht: Rang fünf. Denn das würde ein Startplatz für den internationalen Wettbewerb bedeuten.

Fans gegen Trainer

Schalke Fankurve mit einem Banner UNSER VEREIN IST KEINE DIKTATUR (Foto: dpa)

Die Schalker Fans mögen den autoritären Führungsstil von Felix Magath offensichtlich nicht

Das war für Schalke 04 vor der Saison das Minimum, was erreicht werden musste. Doch mittlerweile hat der deutsche Vizemeister seine eigenen Erwartungen deutlich korrigiert. Zudem hat die Vereinsführung derzeit Ärger mit den Fans. Die sind nämlich alles andere als zufrieden mit dem Trainer und Manager Felix Magath. Sie kritisieren den autoritären Führungsstil und seine Einkaufspolitik. Magath gab sich diese Woche ungewohnt selbstkritisch und erklärte: "Ich werde mehr auf die Leute hier und auf die Fans zugehen." Würde zudem noch ein Erfolg gegen den SC Freiburg hinzukommen, wären die Fans wohl, zumindest vorläufig, wieder versöhnt.

Die Anhänger des VfB Stuttgart haben da ganz andere Sorgen: ihr Verein ist Tabellen-Vorletzter und damit in akuter Abstiegsgefahr. Zwar hat der Sieg zuletztz gegen Schlusslicht Borussia Mönchengladbach drei wichtige Punkte und Selbstvertrauen gebracht, aber raus aus der Gefahrenzone sind die Schwaben damit noch lange nicht. Zudem plagen Stuttgart Personalsorgen: Vier Stammspieler fallen verletzungsbedingt beziehungsweise gelb-gesperrt aus. Doch Gegner 1. FC Nürnberg ergeht es nicht viel besser. Auch Club-Coach Dieter Hecking ist zu Umstellungen gezwungen.

Nervenflattern

Kölns Mannschaft feiert den 3:2-Sieg über die Bayern. (Foto: dpa)

Lähmt die Abstiegsangst die Mönchengladbacher?

In der Partie St. Pauli gegen Borussia Mönchengladbach stellt sich die Frage: Haben sich die Gäste schon aufgegeben oder kämpfen sie noch um den Klassenerhalt? Der Tabellen-Letzte hatte zuletzt in dem so wichtigen Spiel gegen Stuttgart trotz 2:0-Führung noch verloren und damit Nerven gezeigt. Und nun fehlen im Auswärtsspiel drei wichtige Spieler. Trainer Michael Frontzeck hat seine Mannschaft schon darauf eingestellt, dass sie am Hamburger Millentor mit "einer kampfbetonten Partie und einer aufgeheizten Stimmung" rechnen muss.

Aufgeheizt ist auch die Stimmung bei Eintracht Frankfurt. Trainer Michael Skibbe hat Ex-Mannschaftskapitän Ioannis Amanatidis aus der Mannschaft geworfen. "Er spielt keine Rolle mehr bei mir", sagte Skibbe auf einer Pressekonferenz. Sichtlich genervt wies der Coach weitere Fragen zu Amanatidis brüsk zurück: "Gibt es noch andere Themen? Sonst gehe ich jetzt zum Training", sagte er zu den Journalisten. Skibbe und der griechische Stürmer hatten sich seit Tagen über die Medien ein verbales Scharmützel geliefert, wo es um die Fitness von Amanatidis ging. Derweil versucht der Verein die Wogen etwas zu glätten und teilte mit, dass Amanatidis nur "zurzeit" in den sportlichen Überlegungen des Trainers keine Rolle spiele. Gegen Bayer Leverkusen wird der Grieche auf jeden Fall nicht spielen. So oder so wird es gegen den Tabellen-Zweiten schwierig sein, zu punkten.

Diego suspendiert

Der neue Wolfsburger Trainer Pierre Littbarski. (Foto: dpa)

Littbarski gibt sein Debüt

Dein Debüt als Bundesliga-Trainer gibt Pierre Littbarski. Nach der Entlassung von Steve McClaren hat nun der Weltmeister von 1990 die sportliche Verantwortung beim VfL Wolfsburg übernommen. Und hat gleich Regisseur Diego supspendiert. Der Grund: Der Brasilianer hatte sich über eine Anordnung von McClaren widersetzt. Dieser hatte vor der Partie bei Hannover 96 ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Neuzugang Patrick Helmes bei einem Elfmeter antreten sollte. Doch Diego nahm sich den Ball und schoss diesen gegen die Latte und vergab damit die große Chance zum Ausgleich. Nun tritt der Deutsche Meister von 2009 also gegen den Hamburger SV ohne seinen Spielmacher an.

Außerdem empfängt der 1. FC Kaiserslautern Tabellenführer Borussia Dortmund. Der Tabellen-14. macht sich im ausverkauften Stadion durchaus Hoffnung auf eine Überraschung. "Ich werde meinen Spielern mit Sicherheit nicht sagen, dass sie rausgehen und nur 0:2 verlieren sollen", sagte Trainer Marco Kurz: "Der BVB ist derzeit zwar das Nonplusultra. Aber in einem einzigen Spiel - und dann vor unseren Fans - können wir durchaus Paroli bieten." Das Hinspiel in Dortmund hatte der FCK allerdings mit 0:5 verloren.

Selbstbewusster FC

Kölns Mannschaft feiert den 3:2-Sieg über die Bayern. (Foto: dpa)

Kölner Jubel nach dem Sieg gegen die Bayern

Am Sonntag heißt es Karneval gegen Fastnacht – oder einfach 1. FC Köln gegen FSV Mainz 05. Der FC will nach dem zuletzt unerwarteten Erfolg gegen die Bayern erneut im eigenen Stadion gewinnen und endlich den Relegationsplatz hinter sich lassen. Mainz will den dritten Tabellenrang verteidigen und damit weiter seine Chancen wahren, in der nächsten Saison im internationalen Wettbewerb zu spielen. Zudem können sie ihren Ruf untermauern, zumindest in Halbzeit eins unschlagbar zu sein. In den ersten 45 Minuten hat Mainz in diesem Jahr noch kein Gegentor kassiert.

Die letzte Partie am 22. Spieltag bestreiten Werder Bremen und Hannover 96. Die Bremer müssen aufpassen, nicht noch in den Abstiegsstrudel zu geraten. Mit Platz 13 und nur einem Punkt Vorsprung auf dem Relegationsplatz ist es ganz schön eng da unten. Hannover dagegen schwimmt weiterhin auf einer Euphoriewelle und dem vierten Tabellenrang. Einzig ihr negatives Torverhältnis (-1) stört. Aber das soll ihr besten Stürmer Ya Konan richten. Der Spieler von der Elfenbeinküste kehrt zwar angeschlagen von seinem Länderspieleinsatz zurück, er wird aber wohl spielen können.

Autorin: Sarah Faupel

Redaktion: Arnulf Boettcher

Hinweis: DW-Radio berichtet am Samstag (12.02.2011) ab 15.05 Uhr UTC live vom 22. Spieltag der Fußball-Bundesliga. Ebenfalls am Samstag überträgt DW-Radio die 2. Halbzeit des Abendspiels zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und Borussia Dortmund live ab 18.30 Uhr UTC.

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