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Politik

Die Botschaft und das deutsch-amerikanische Verhäkltnis

Von Deutschland und Amerika war viel die Rede diese Woche in Berlin - und endlich mal überwogen die positiven Nachrichten: Die US-Botschaft am Pariser Platz ist fertig, das Areal am Brandenburger Tor ist damit komplett.

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Jens Thurau

Irgendwie wohnt diesem Anlass der Zauber eines Neuanfangs inne. Wir hatten uns schon fast an diese Dauer-Distanz gewöhnt: Die Deutschen mögen US-Präsident George Bush nicht, das sagen alle Umfragen. Und die Amerikaner, so ist zu hören, halten Europa und speziell Deutschland für besserwisserisch, denn die heben ständig den Finger, wenn es um Menschenrechte oder Klimaschutz geht. Aber in Berlin, am Pariser Platz, ist alles anders. Die neue Botschaft steht mitten im früheren Niemandsland zwischen West und Ost; die Amerikaner haben das Grundstück, das sie schon vor dem Zweiten Weltkrieg besaßen, nie hergegeben.

Und jetzt wird das Gebäude seiner Bestimmung übergeben, in dem Jahr, in dem drüben, jenseits des Atlantik, ein neuer Präsident gewählt wird. Und plötzlich wird wieder deutlich, dass das, was war zwischen Deutschland und den USA, doch viel größer und tiefer ist als es die Verstimmungen der letzten Jahre vermuten ließen. Die Zeitungen waren voll von Erinnerungen an Besuche legendärer US -Präsidenten an der Spree. Die Bürger waren eingeladen zu einem Volksfest - mit Hamburgern und Spareribs und der US-Fahne.

Eröffnung der US Botschaft in Berlin

Pariser Platz mit US-Botschaft und Brandenburger Tor

Natürlich wurde wieder gemosert in Berlin: Die neue Botschaft sei ein wenig transparentes Haus, die hohen Sicherheitsansprüche der Amerikaner nach dem 11. September seien überdeutlich zu erkennen. Wie auch immer. Das Haus steht dort, wo es hingehört: An Berlins prominentester Stelle, neben dem Brandenburger Tor. Auf geht’s, Deutschland und Amerika, in die Zukunft - und in aller Freundschaft ...