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Wort der Woche

Die Bleiwüste

Der Weg durch die Wüste bis zur nächsten Oase kann unerträglich lang werden. Ähnlich ist es bei der Bleiwüste. Nur ist die Oase dort ein Bild.

Eine einsame Pflanze in der Wüste

Wohin man nur schaut: überall Wüste

Wer sich ohne ausreichende Trinkvorräte in die Wüste wagt, kann es kaum erwarten, endlich die nächste Wasserquelle zu erreichen. Manche Wasserquelle, die einem erscheint, ist allerdings bloß eine Fata Morgana, ein Trugbild. Denn schaut man genau hin, sieht man wieder bloß den immer gleichen Wüstensand. So kann es einem auch in der Bleiwüste gehen – einem monotonen, langen Text ohne Bilder oder Absätze und Zwischenüberschriften. Der Text kommt einem gleich noch länger vor, weil jegliche Abwechslung fehlt. Der Begriff Bleiwüste kommt aus der Sprache der Drucker aus einer Zeit, in der die Buchstaben jeder Zeitung und jedes Buchs noch per Hand aus einzelnen Buchstaben zusammengestellt werden mussten. Diese Buchstaben bestanden aus dem Metall Blei. Eine Seite ohne Bilder ist also eine Wüste aus Blei. Egal wohin man auch schaut, man sieht nur schwarze Buchstaben. Einziger Lichtblick in der Bleiwüste: Wenn man endlich ein Bild entdeckt, ist es garantiert keine Fata Morgana.



Autorin: Raphaela Häuser
Redaktion: Beatrice Warken

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