1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Deutschlehrer-Info

Die beliebtesten Vornamen 2016

Die Deutschen mögen es beständig. Die zehn beliebtesten Vornamen des Jahres 2016 sind dieselben wie im Jahr zuvor. Nur die Reihenfolge ist anders. Immerhin herrscht auch dieses Jahr große Vielfalt bei der Namensvergabe.

Marie und Elias sind die beliebtesten Vornamen 2016. Dahinter landen Sophie und Sophia sowie Alexander und Maximilian. Das teilte die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) mit. Sie befragte dafür 650 deutsche Standesämter.

Die Eltern blieben ihrem Geschmack bei den Vornamen für ein Baby im Jahr 2016 weitgehend treu: Auf die Liste der zehn Namen, die am häufigsten vergeben werden, schaffte es vergangenes Jahr kein einziger Neueinsteiger. „Die Klassiker sind die Sieger", sagt GfdS-Geschäftsführerin Andrea-Eva Ewels in Wiesbaden. Allerdings
sicherte sich Elias zum ersten Mal Platz eins der Rangliste. Ebenfalls beliebt bei den Mädchennamen sind: Maria (4), Emma (5), Emilia (6), Mia (7) und Anna (8). Bei den Jungennamen bevorzugen die Eltern: Paul (4), Leon (5), Louis/Luis (6), Ben (7), und Jonas (8).

Große Vielfalt bei den Vornamen

Die GfdS wertete mehr als eine Million Einzelnamen aus, die von den Standesämtern übermittelt wurden. Das sind rund 97 Prozent aller vergebenen Vornamen. 65.000 verschiedene Vornamen wurden 2016 vergeben, Darunter auch einige wirklich ungewöhnliche wie Fips, Kuddel oder Twain.

Doch nicht jeder Name, den sich Eltern wünschen, wird von den Standesämtern auch genehmigt. Die GfdS erstellt regelmäßig Gutachten für die Standesämter und lehnt auch schon einmal Namenswünsche ab. Meistens halten die Standesämter sich an diese Empfehlungen.

„Eltern wollen ihren Kindern nichts Böses", sagt GfdS-Mitarbeiterin Frauke Rüdebusch. Aber vielen sei nicht richtig bewusst, dass die Söhne und Töchter auch als Erwachsene mit diesem Vornamen leben müssten. 2016 wurden deshalb zum Beispiel Shaggy, Urmel, Ferrari oder Bandito nicht zugelassen.

Doch woher kommt der Wunsch nach einem exotischen Namen? „Das Kind ist für seine Eltern etwas ganz Besonderes – vielleicht soll sich dies auch im Namen widerspiegeln", meint  Rüdebusch.

Kinder mit geläufigen Vornamen haben nicht automatisch zahlreiche Namensvettern im Kindergarten. Selbst Marie hat an allen vergebenen weiblichen Vornamen 2016 nur einen Anteil von 2,77 Prozent, Elias kommt bei den männlichen Vornamen auf 1,42 Prozent.

Beliebte Namen haben viele Vokale

Prof. Jürgen Udolph vom Zentrum für Namensforschung in Leipzig hat in den aktuellen Namenstrends eine Gemeinsamkeit entdeckt: „Deutsche Eltern wählen ihn nach dem Klang, wichtig sind viele Vokale." Ob allerdings alle in der Familie mit einem Namen dauerhaft glücklich sind, ist nach den Worten des Namensexperten fraglich. Studien aus England beispielsweise hätten gezeigt, dass mehr als die Hälfte der Elternpaare schon nach einem Jahr mit der Namenswahl für ihr Baby unzufrieden gewesen seien.
 

Seit 50 Jahren veröffentlicht die GfdS die beliebtesten Vornamen des Jahres. Aus Anlass für dieses Jubiläum gibt es in diesem Jahr einmalig zusätzlich die Liste der 35 beliebtesten Namen. Auf die letzten 50 Jahre gesehen stehen übrigens bei den Mädchennamen Marie und bei den Jungennamen gleichermaßen Christian und Maximilian auf Platz eins.

WWW-Links