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Wirtschaft

Die Börsen-Woche

Die mehrjährige Börsen-Baisse scheint vorüber. Der deutsche Aktienindex DAX hat in der vergangenen Börsenwoche sogar ein neues Jahreshoch markiert. Ein Rückblick auf das Geschehen dieser Woche.

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An der Frankfurter Börse kehrt der Optimismus zurück

So mancher Börsenbeobachter reibt sich derzeit verwundert die Augen. Haben sich die wirtschaftslichen Aussichten für Deutschland und Europa dramatisch verbessert? Gibt es keine Terrorängste mehr? Hat Finanzminister Eichel seine Haushaltslöcher gestopft? Nichts von alledem. Doch passend zum Sommerwetter präsentierten sich die internationalen Aktien-Investoren in dieser Woche weiter in ausgezeichneter Laune. Übernahmespekulationen ließen vor allem im Banken- und Versicherungssektor die Kurse nach oben schnellen. Der DAX erreichte mit 3.250 Punkten ein neues Jahreshoch.

Konjunktur-Signale

Einige Anleger, die auf eine Konsolidierung und wieder fallende Kurse gesetzt hatten, sahen sich in der Wochenmitte auf dem falschen Fuß erwischt und mussten sich mit Aktien eindecken. Zusätzlich profitierten die Börsen von den sich verstärkenden Signalen einer Konjunkturbelebung im späteren Verlauf dieses Jahres. So ist der Commerzbank-Frühindikator im Mai spürbar gestiegen. Es ist zwar noch viel zu früh, daraus bereits auf eine wirtschaftliche Wende zu schließen. Aber immerhin hat die seit Ende 2002 vorherrschende Abwärtstendenz ein Ende gefunden. In der Vergangenheit zeigte dieser Indikator eine konjunkturelle Wende mit einer Vorlaufzeit von etwa einem halben Jahr an.

Zur neuen Börseneuphorie gehört ferner die vorsichtige Andeutung des Präsidenten der Europäischen Zentralbank, grundsätzlich zu weiteren Zinssenkungen bereit zu sein. Der Spielraum für solche Schritte ist jedenfalls dank niedriger Inflationsraten in Euroland vorhanden.

Gute Chancen

Vor dem sich aufhellenden konjunkturellen Hintergrund und der charttechnisch deutlich verbesserten Marktsituation bieten sich tradingorientierten Anlegern aktuell gute Chancen. Die Commerzbank empfiehlt, dabei Finanzwerte überzugewichten.

Auch am Rentenmarkt setzten sich die Kursavancen fort. Der Bund-Future hat nahezu die Marke von 120 und damit ein historisches Hoch erreicht. Entsprechend weiter gefallen sind die Renditen - bei 10-jährigen Bundesanleihen auf nur noch 3,5 Prozent. Wegen der sich ankündigenden Erholung der Weltwirtschaft ist jedoch für die nächste Zeit mit einem Ende des Renditenrutschs und einer allmählichen Gegenbewegung zu rechnen.