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Fußball

Die Aufholjagd geht weiter

Nach der Länderspielpause geht es erst am Samstag mit der Bundesliga weiter. Das Topspiel bestreiten Bayern und Leverkusen. HSV und Hannover liefern sich ein Nordderby und Spitzenreiter Dortmund reist nach Freiburg.

Die Mannschaft des FC Bayern feiert ihren Sieg (AP Photo/Matthias Schrader) **

Wieder im Aufwind: Die Bayern

Geht der Aufwärtstrend weiter für die Bayern? Nach dem 3:0 gegen Nürnberg und mit 14 Treffern aus den letzten vier Spielen will der Tabellen-Sechste weiter oben angreifen. Stürmer Mario Gomez ist in Topform – sieben Mal hat er in den letzten fünf Spielen getroffen. Hoffnung setzen die Bayern-Fans in die Rückkehr von Franck Ribéry, der bereits gegen Nürnberg eingewechselt worden war. Doch Gegner Leverkusen steht auf Platz zwei der Tabelle, hat die letzten drei Partien in Folge gewonnen und nur eins der letzten zehn Spiele verloren.

Schalke und Bremen – Wiedersehen im Mittelmaß

Schalkes Torwart Manuel Neuer holt den Ball aus dem Tor. (Foto: Natalie Nollert/dapd)

Bei Schalke Standard, in der Nationelf ungewohnt: Schalkes Torwart Neuer muss hinter sich greifen

Schalke gegen Bremen – was in der letzten Saison ein absolutes Spitzenspiel war, gerät nun zur Partie des Drittletzten gegen den Elften der Tabelle. Während Schalke weiter ganz unten drin steht, ist Werder ebenfalls noch weit von seinen Saisonzielen entfernt. Manager Klaus Allofs hat zwar Trainer Thomas Schaaf den Rücken gestärkt, fordert aber auch Siege: "Ich bin weiterhin davon überzeugt, dass wir oben angreifen können. Wir müssen dazu aber in den nächsten fünf Spielen einen besseren Punkte-Schnitt holen als bisher."

Bayern, Schalke und Bremen bleibt also nur der Blick nach oben. Ganz oben thront noch immer die Borussia aus Dortmund, die beim Überraschungs-Vierten SC Freiburg antritt. Auswärts hat der BVB allerdings die makellose Bilanz von sechs Siegen aus sechs Spielen – besser geht es nicht. Dafür erzielte Freiburg als einziges Team bisher in jedem Spiel mindestens ein Tor.

Frankfurt dank Gekas oben dabei

Frankfurts Theofanis Gekas (l.) schiesst das 1:0 gegen Wolfsburgs Sascha Riether. (Foto: Torsten Silz/dapd)

Gekas trifft und trifft und trifft...

Eine beeindruckende Serie hat auch Eintracht Frankfurt hingelegt: Seit sieben Spielen hat Frankfurt nicht mehr verloren. Dabei scheint Torjäger Theofanis Gekas in der Form seines Lebens zu sein: Schon elf Treffer gehen auf das Konto des Griechen. Dazu stellt Frankfurt die zweibeste Abwehr der Liga. Vor der Partie gegen Hoffenheim rangiert die Eintracht auf dem guten fünften Platz. "Wir wollen da bleiben, wo wir gerade sind, das würde uns sehr freuen", erklärt Frankfurts Kapitän Patrick Ochs. Ein schwerer Gegner also für 1899 Hoffenheim, das die letzten beiden Spiele jeweils knapp durch Treffer in den Schlussminuten verlor.

Um die Fußball-Krone im Norden geht es im Derby zwischen Hannover und Hamburg. Noch steht Hannover auf Platz sieben besser in der Tabelle als der Konkurrent auf Rang neun, das könnte sich aber schon bei einem knappen Sieg des HSV ändern. Vielleicht eine zusätzliche Motivation, findet Hannovers Trainer Mirko Slomka. "Die Nummer eins im Norden zu sein ist auch etwas Besonderes." Den HSV plagen weiter Verletzungssorgen, jetzt ist auch Verteidiger Joris Mathijsen vom Länderspiel mit eingegipstem Fuß zurückgekehrt. Eine Hiobsbotschaft. "Es ist natürlich eine Katastrophe", findet HSV-Kapitän Heiko Westermann. "Wir machen zurzeit eine Berg- und Talfahrt und es wird Zeit, dass wir mal länger den Berg hochfahren."

Mönchengladbach mit Schwung aus dem Derbysieg

Die Mönchengladbacher Michael Bradley (l.) und Raul Bobadilla jubeln nach dem zweiten Treffer für ihre Mannschaft. Das Spiel endete 0:4. (Foto: Roberto Pfeil/dapd)

Derbysiege sind doppelt schön

Den Berg weiter hochfahren möchte auch Borussia Mönchengladbach. Mit vier Punkten aus den letzten beiden Spielen gegen Bayern und Köln will die Borussia endlich auch wieder zu Hause gewinnen – seit sieben Monaten ist ihnen das nicht mehr gelungen, mit nur drei Punkten ist die Borussia die schlechteste Heim-Elf der Liga. "Ich denke, dass es eine Frage der Zeit ist, wann wir auch ein Heimspiel gewinnen", beschwichtigt Trainer Michael Frontzeck vor dem Duell mit Mainz. Die "jungen Wilden" vom FSV, die noch in den ersten sieben Saison-Spielen die Liga beherrscht hatten, sind nach nun drei Niederlagen in Folge auf Platz drei der Tabelle abgerutscht.

Der 1. FC Nürnberg hat schon 18 Punkte gesammelt und ist weit von den Abstiegsrängen entfernt. Das soll auch nach dem 13. Spieltag so bleiben. Zu Gast ist Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern. Die Lauterer dagegen stehen nur knapp vor der Abstiegszone und konnten nach ihrem guten Saisonstart nur eins der letzten zehn Ligaspiele gewinnen.

Köln ganz unten angekommen

Fussball, 1. Bundesliga, Saison 2010/2011, 12. Spieltag, 1. FC Kölns Lukas Podolski, aufgenommen nach dem Spiel. Das Spiel endete 0:4. (Foto: Hermann J. Knippertz/dapd)

Podolski untröstlich - Symbol der Kölner Krise

Am Sonntag spielt noch der krisengeschüttelte Tabellen-Letzte 1. FC Köln beim wieder erstarkten VfB Stuttgart, der seine beiden letzten Heimspiele mit insgesamt 8:0-Toren gewonnen hat. Nach der 0:4-Derbyniederlage gegen Borussia Mönchengladbach wollen die Kölner die "Rote Laterne" so schnell wie möglich wieder loswerden. Die turbulente Mitgliederversammlung dürfte jedoch nicht zur Nervenberuhigung beigetragen haben.

Ebenfalls am Sonntag empfängt der Tabellen-13. St. Pauli im Nachbarschaftsduell den Zwölften VfL Wolfsburg. Die Hamburger haben bisher im eigenen Stadion erst sechs Tore geschossen und haben damit die zweitschlechteste Heimbilanz. Wolfsburg konnte zuletzt nur eine der letzten sechs Spiele gewinnen, hat mit Edin Dzeko (8 Tore) und Grafite (7 Tore) wieder zwei treffsichere Schützen im Team.

Autorin: Olivia Fritz
Redaktion: Wolfgang van Kann