1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Asien

Dialog soll Machtkampf in Islamabad entschärfen

Atempause für Pakistans umstrittenen Regierungschef Sharif: Nach anfänglicher Ablehnung willigen seine Gegner nun doch immerhin in Verhandlungen ein. Doch diese gestalten sich wohl äußerst schwierig.

In Pakistan haben Vertreter und Gegner der Regierung über einen Ausweg aus ihrem Machtkampf und ein Ende der tagelangen Massenproteste beraten. Erste Gespräche am Mittwochabend brachten allerdings keine Annäherung.

Imran Khan (Foto: Reuters)

Populärer Sharif-Gegner: Imran Khan (M.)

"Im besten Interesse Pakistans"

Eine Delegation der Oppositionspartei PTI (Pakistan Tehreek-e-Insaaf) des ehemaligen Kricket-Stars Imran Khan habe den Unterhändlern der Regierung ihre Forderungen dargelegt, berichtete ein führender PTI-Vertreter nach dem Treffen in der Hauptstadt Islamabad. Die Regierungsseite habe versprochen, die Forderungen zu prüfen und sich an diesem Donnerstag dazu zu äußern.

Der Gouverneur der Provinz Punjab, Chaudry Muhammad Sarwar, der zur Regierungsdelegation gehörte, bezeichnete das Treffen als freundschaftlich. Die Gespräche seien "im besten Interesse Pakistans", egal welche Entscheidung letztlich von beiden Seiten getroffen werde.

Ein anderes Treffen von Anhängern des Predigers und Regierungsgegners Tahir-ul-Qadri mit Vertretern der Regierung und anderer Oppositionsparteien war zuvor ebenfalls ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen.

Wahlfälscher Sharif?

Khan und Qadri fordern den Rücktritt von Premierminister Nawaz Sharif und eine vorgezogene Neuwahl. Ihre Anhänger protestieren seit Tagen in Islamabad und anderen Städten gegen die Regierung. Das Parlament in der Hauptstadt wird von tausenden Demonstranten belagert. Ein Großaufgebot an Soldaten und Polizisten ist im Einsatz, um die Demonstranten am Eindringen in das Gebäude zu hindern. Die Opposition wirft Sharif vor, die Parlamentswahl im Mai 2013 gefälscht zu haben, die seine Pakistanische Muslimliga mit breiter Mehrheit gewann.

wa/wl (afp, dpa)