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Sport

DHB-Team stürmt zum Gruppensieg

Mit einem Kantersieg gegen Außenseiter Saudi-Arabien sichern sich die deutschen Handballer bei der WM in Katar den Gruppensieg. Auch der Achtelfinal-Gegner der Deutschen steht bereits fest.

Zum Abschluss der Vorrunde haben die deutschen Handballer keine Gnade walten lassen. Mit der zweiten Garde feierte der Spitzenreiter der Gruppe D am Samstag das erwartete Schützenfest gegen Außenseiter Saudi-Arabien. Am Ende schickte die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) die Saudis mit 36:19 (18:8) aus der Halle in Doha. Durch den vierten Sieg im fünften Spiel stürmte das DHB-Team ungeschlagen als Erster ins Achtelfinale der WM in Katar. Dort trifft die Mannschaft von Bundestrainer Dagur Sigurdsson auf Ägypten, das die Staffel C nach einer 25:28 (10:15)-Niederlage gegen Island als Vierter beendete.

Beste Werfer gegen das in allen Belangen unterlegene Team Saudi-Arabiens waren WM-Debütant Matthias Musche und Rechtsaußen Johannes Sellin mit jeweils elf Toren. Musche wurde gleich bei seinem ersten Einsatz zum "Man of the Match" gewählt. "Das ist ein cooler Zusatz. Es war aber eine große Ehre für mich, dass ich überhaupt dabei sein durfte", sagte Musche. "Es war ein komisches Spiel, es war mehr eine Konzentrationssache. Es gibt jetzt keine Garantie, dass man weiter gewinnt. Es ist jetzt wie im Pokalmodus. Wir werden uns aber gut vorbereiten", versprach Sigurdsson beim TV-Sender Sky.

Deutschland feiert den Vorrunden-Abschluss der WM in Katar mit einem Gruppenfoto (Foto: Axel Heimken/dpa)

Deutschland feiert den Abschluss der WM-Vorrunde in Doha

"Zweiter Anzug" sitzt

Vor der Partie hatte Sigurdsson für eine Überraschung gesorgt. Für das Spiel gegen den Sechsten der Asienmeisterschaft nominierte er Musche nach. Der Linksaußen aus Magdeburg ersetzte den Balinger Rückraumspieler Fabian Böhm. "Matthias Musche gibt uns die Möglichkeit, dass wir Uwe Gensheimer ein wenig entlasten können", sagte Sigurdsson. Kapitän Gensheimer hatte in den vier Spielen zuvor fast die komplette Spielzeit auf dem Parkett gestanden. In Saudi-Arabien hatte die deutsche Mannschaft den schwächsten Gruppengegner zum Schluss der Vorrunde erwischt. Sigurdsson tauschte fast sein komplettes Team: Bis auf Spielmacher Martin Strobel stand kein Akteur der Stammformation in der Start-Sieben. Doch auch der Spielmacher zog bereits nach weniger als 15 Spielminuten wieder seine Trainingsjacke über und nahm auf der Bank Platz.

Dennoch war die deutsche Mannschaft ihrem Kontrahenten in allen Belangen überlegen - selbst abseits des Spielgeschehens. Saudi-Arabien ist bei der WM mit einer Durchschnittsgröße von 1,80 Metern das kleinste Team, Deutschland stellt gemeinsam mit Polen die WM-Riesen. Beide Mannschaften sind im Schnitt 1,95 Meter groß. Auch die zweite Garde ließ dem allenfalls drittklassigen Team aus Saudi-Arabien keine Chance. Über 8:2 (11. Minute) und 13:4 (23.) enteilte die DHB-Auswahl auf 16:5 (26.). Da fiel es auch nicht ins Gewicht, dass Sigurdssons Team in doppelter Unterzahl drei Gegentreffer in Serie zum 16:8 (28.) kassierte. Bis zur Pause waren es beim 18:8 wieder zehn Tore Vorsprung. Nach Wiederanpfiff setzte sich die deutsche Mannschaft auf 21:8 (34.) ab, der Sieg geriet nie in Gefahr.

Dänemark Zweiter in deutscher Gruppe

Der Däne Mikkel Hansen (l.) versucht sich gegen den Polen Piotr Chrapkowski (r.) durchzusetzen (Foto: FAYEZ NURELDINE/AFP/Getty Images)

Der Däne Hansen (l.) und der Pole Chrapkowski

Dänemark gewann das Spitzenspiel der Gruppe D gegen Polen und sicherte sich damit Platz zwei hinter Deutschland. Der WM-Zweite bezwang den kommenden EM-Gastgeber zum Vorrundenabschluss mit 31:27 (16:12). Die vom deutschen Trainer Michael Biegler betreuten Polen belegen den dritten Rang vor Argentinien. Der Panamerikameister gewann gegen Russland mit 30:27 (17:16). Dänemark trifft im Achtelfinale auf Island. Polen bekommt es mit dem Olympia-Zweiten Schweden zu tun, Argentinien spielt gegen Olympiasieger Frankreich um den Einzug ins Viertelfinale.

Durch die Niederlage der Ägypter gegen Island musste der deutsche Achtelfinal-Gegner die Isländer noch auf den dritten Platz der Gruppe C vorbeiziehen lassen. Durch den isländischen Erfolg reichte Tschechien auch ein 36:20 (21:10)-Kantersieg gegen Algerien nicht mehr zum Einzug ins Achtelfinale. Den Staffelsieg sicherte sich Frankreich durch einen 27:25 (11:12)-Erfolg gegen Schweden.

Saudi-Arabien und Russland aus der deutschen Gruppe D sowie Algerien und Tschechien aus der Parallelstaffel C spielen im Presidents Cup um die Platz 17 bis 24.

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