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Bundesliga

DFL verteilt TV-Gelder anders

Die Deutsche Fußball-Liga schüttet von der nächsten Saison an die Gelder aus dem Fernseh-Rekordvertrag nach einem neuen Schlüssel aus. DFL-Chef Christian Seifert mahnt die Klubs zur Demut.

Vereine, die seit Langem in der Fußball-Bundesliga spielen, erhalten von der nächsten Saison an einen größeren Anteil an den Fernsehgeldern. Das gab die Deutsche Fußball-Liga bekannt, die in Frankfurt am Main ihren neuen Verteilerschlüssel für die Einnahmen aus Medienrechten in den nächsten vorstellte. Das Konzept, auf das sich das DFL-Präsidium einstimmig einigte, sieht mehrere Komponenten vor, aus denen der Anteil der jeweiligen Erst- und Zweitligisten berechnet wird. Das wichtigste Kriterium bleibt das Abschneiden der Vereine in den vergangenen fünf Spielzeiten. Zusätzlich wird mit der Kategorie "Nachhaltigkeit" (fünf Prozent des zu vergebenen Geldes) der Erfolg der Teams über den Zeitraum der vergangenen 20 Jahre berücksichtigt. Zwei Prozent der TV-Gelder werden entsprechend der Nachwuchsarbeit der Mannschaften ausgeschüttet: Dafür werden die Einsatzzeiten von U23-Spielern ermittelt, die in Deutschland ausgebildet wurden.

Fanzahl und Quoten nicht berücksichtigt

Keine Berücksichtigung fanden die Vorschläge des so genannten "Teams Marktwert", das gefordert hatte, auch Kriterien wie die Anzahl der Fans oder Einschaltquoten zu berücksichtigen. Zu dem Team hatten sich die Bundesliga-Traditionsvereine Hamburger SV, Werder Bremen, Hertha BSC, 1. FC Köln, Eintracht Frankfurt und der mittlerweile abgestiegene VfB Stuttgart zusammengeschlossen. "Wir haben uns intensiv mit diesem Modell beschäftigt. Das waren wir den Klubs gegenüber schuldig, die sich so intensiv damit beschäftigt haben", sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert. Man wolle aber nicht den Begriff Tradition strapazieren, "sondern den belohnen, der tatsächlich in den vergangenen 20 Jahren mitgeholfen hat, die Bundesliga groß zu machen".

Seifert mahnt zu "Demut"

Der Kuchen, den die DFL in den nächsten vier Spielzeiten verteilt, ist mächtig aufgegangen. Der neue Fernsehvertrag ist insgesamt 4,64 Milliarden Euro schwer. Damit erhöhen sich die TV-Gelder pro Saison von derzeit 850 Millionen auf 1,16 Milliarden Euro. "Jeder Klub hat eine deutlich höhere Summe zur Verfügung. Ich würde deshalb alle bitten, ein bisschen Demut an den Tag zu legen", sagte Seifert. "Wir reden über gewaltige Summen. Der Wunsch nach mehr sollte nicht in Gier umschlagen - ich glaube, das ist der Bundesliga gut gelungen."

sn/asz (dpa, sid)

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