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Fußball

DFB verurteilt Junuzovic und Fritz zu Geldstrafen

Werder Bremens Gelbsünder Zlatko Junuzovic und Clemens Fritz kommen vor dem DFB-Sportgericht ohne weitere Sperre davon. Allerdings müssen die beiden Profis jeweils einen fünfstelligen Betrag Strafe zahlen.

Zlatko Junuzovic und Clemens Fritz sind noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Die Profis von Werder Bremens sind beim DFB-Sportgericht nicht mit einer zusätzlichen Spielsperre belegt worden. Die Gelbsünder wurden nach der Verhandlung in Frankfurt vom Vorsitzenden Richter Hans E. Lorenz zu einer Geldstrafe von jeweils 20.000 Euro verurteilt. Junuzovic und Fritz hatten sich am vorigen Samstag im Spiel gegen Hannover 96 absichtlich die fünfte beziehungsweise zehnte Gelbe Karte abgeholt, um "nur" für das nächste Spiel bei Bayern München, nicht aber für eines der folgenden Spiele gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf gesperrt zu sein.

"Die Strafe soll Abschreckungscharakter haben und wir erhoffen uns eine Signalwirkung. Durch ihr Geständnis heute sind die beiden gerade noch von der Klinge gesprungen", begründete Lorenz die Entscheidung. Er warnte zugleich Nachahmungstäter, dass sie mit Sperren zu rechnen haben. Erstmals in der Bundesliga-Geschichte hatten sich zwei Spieler dafür verantworten müssen, dass sie sich eine Verwarnung absichtlich abgeholt hatten, um eine Sperre für das nächste Spiel zu provozieren.

Fritz und Junuzovic geständig

Fußball Bundesliga 21. Spieltag Werder Bremen - TSG Hoffenheim

Reuiger Sünder: Zlatko Junuzovic

Im Gegensatz zum Werder-Kapitän Fritz hatte Mittelfeldspieler Junuzovic seine Schummelei unmittelbar nach der Partie zugegeben. "Es ist besser, ich mache es so, als wenn ich jemandem absichtlich weh tue", hatte der Österreicher, der wegen Zeitspiels Gelb gesehen hatte, mit Blick auf das anstehende Spiel bei Tabellenführer FC Bayern am Samstag (18.30 Uhr) gesagt. Anschließend dementierte er eine Absicht und sprach von einer "dummen Aussage". Vor dem DFB-Gremium entschuldigte sich Junuzovic für sein Verhalten.

Auch Fritz gab sich am Freitag ebenfalls geständig. Auf die Frage, ob er sich die Karte bewusst "abgeholt" habe, sagte der 35-Jährige: "Ja, ich habe sie in Kauf gekommen. Gegen die Bayern auszufallen, tut uns nicht so weh wie gegen einen unmittelbaren Konkurrenten."

tk/asz (dpa, sid)

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