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Frauenfußball

DFB-Frauen gegen Norwegen remis

Frauenfußball-Olympiasieger Deutschland beendet das Länderspiel-Jahr in einer intensiven Partie gegen Norwegen mit einem Teilerfolg. Ein kleiner Wermutstropfen ist die Verletzung von DFB-Kapitänin Dzsenifer Marozsan.

Die deutschen Fußballerinnen haben einen glänzenden Abschluss ihres goldenen Olympia-Jahres verpasst. Mit einem Rumpfteam mussten sich die Olympiasiegerinnen im EM-Härtetest gegen Norwegen mit einem 1:1 (1:1) begnügen. Siebeneinhalb Monate vor der EM-Endrunde in den Niederlanden zeigte sich die Auswahl von Bundestrainerin Steffi Jones offensiv spielfreudig, aber zu schwach in der Chancenverwertung und teilweise anfällig in der Defensive.

Vor rund 6000 Zuschauern in Chemnitz liefen die DFB-Frauen erstmals im neuen weißen Trikot auf, wurden allerdings bei Minustemperaturen früh eiskalt erwischt. Nach einem weiten Ball ging Innenverteidigerin Josephine Henning gegen Europas Fußballerin des Jahres Ada Hegerberg zu zögerlich zu Werke, die Norwegerin lief davon, umkurvte Torhüterin Almuth Schult und schob den Ball locker ins Tor (13. Minute). Die deutsche Mannschaft zeigte wie zuletzt offensiv viele gute Ansätze im Kombinationsspiel, ließ aber die nötige Effektivität zunächst vermissen. Da aus dem Spiel heraus die Durchschlagskraft fehlte, musste ein Standard den Ausgleich bringen. Die aufgerückte Henning machte nach einem Freistoß von Spielführerin Dzsenifer Marozsan mit einem perfekt platzierten Kopfball neben den linken Pfosten ihren Fehler beim 0:1 wieder gut.

Marozsan verletzt raus

Fußball Frauen Deutschland vs. Norwegen (picture-alliance/H. Schmidt)

Dzsenifer Marozsan verletzte sich am rechten Knöchel

Nach der Pause ersetzte Jones Henning durch Kathrin Hendrich, die ihre Ansprüche auf einen Platz in der Startelf mit einem unaufgeregten Auftritt untermauerte. Im linken Mittelfeld kam die erstmals nominierte Carolin Simon zu ihrem ersten Einsatz im A-Team - bereits die fünfte Debütantin unter Jones, der insgesamt 13 verletzte oder erkrankte Spielerinnen fehlten.

Deutschland blieb in der Neuauflage des EM-Endspiels von 2013 (1:0) weiter im Vorwärtsgang. Vor allem Anja Mittag und Svenja Huth spielten sich mit schönen Kombinationen oft in den norwegischen Strafraum, beim letzten Ball fehlte aber die Präzision. Ein Bruch kam ins deutsche Spiel, als sich Regisseurin Marozsan bei einem Zweikampf so schwer am rechten Fuß verletzte, dass sie ausgewechselte werden musste. Gestützt auf zwei Helfer und mit schmerzverzerrten Gesicht verließ sie humpelnd das Feld (68.). Eine genauere Untersuchung ergab später die Diagnose: Kapselzerrung im rechten Sprunggelenk - mindestens zwei Wochen Pause. Pech hatte die nur wenige Sekunden zuvor eingewechselte Felicitas Rauch mit einem Pfostentreffer (82.). Näher kam die DFB-Auswahl dem Siegtreffer nicht mehr.

"Wir wussten, dass mit Norwegen ein starker Gegner kommt", sagte Jones anschließend im ZDF. "Wir haben große Moral bewiesen, hatten Chancen, es fehlte aber das Quäntchen Glück. Heute war einfach nicht mehr drin."

asz (sid, dpa)

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