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Bundesliga

DFB erwartet Stellungnahme Ancelottis

Der ausgestreckte Mittelfinger in Richtung eines Hertha-Fans könnte für Bayern Münchens Trainer Folgen haben. Der DFB-Kontrollausschuss wird sich mit dem Zwischenfall befassen. Auch ein Banner aus Gladbach wird geprüft.

Nach der abfälligen Geste Carlo Ancelottis ermittelt nun der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Das Gremium hat den Bayern-Trainer zur Abgabe einer Stellungnahme zu den Geschehnissen nach dem Spiel bei Hertha BSC am Samstag in Berlin aufgefordert. "Der Cheftrainer des FC Bayern wird dieser Aufforderung selbstverständlich nachkommen", hieß es in einer Mitteilung des deutschen Meisters am Montag. Das 1:1 am Samstag hatte nach dem Münchner Ausgleichstreffer in der sechsten Minute der Nachspielzeit für viel Wirbel gesorgt.

Ancelotti ließ sich später dazu hinreißen, den Mittelfinger zu zeigen. "Ich habe diese Geste gemacht, ich bin vorher angespuckt worden", sagte der Italiener später in der ARD-Sportschau. Die "Bild" berichtet darüber, dass auch Schiedsrichter Patrick Ittrich auf dem Weg in die Kabine bespuckt worden sei. Dies habe der Unparteiische ebenso wie Beschimpfungen in einem Sonderbericht vermerkt.

Einige Kollegen Ancelottis, so Dieter Hecking von Borussia Mönchengladbach und Ralph Hasenhüttl von RB Leipzig, stärkten dem Italiener nach dessen Auseinandersetzung mit einem Hertha-Fan den Rücken. "Ich kann Ancelotti absolut verstehen. Es ist respektlos, wenn man angespuckt wird", sagte Hecking. "Die Hemmschwelle wird deutlich geringer, das sieht man immer wieder in den Stadien. Das ist ein gesellschaftliches Problem, nicht nur eines im Fußball." RB-Coach Hasenhüttl meinte: "Ich wüsste auch nicht, wie ich in der Situation reagieren würde. Keine Ahnung. Und ich bin eher ein ruhiges Gemüt."

Mönchengladbacher Fans droht Ärger

Neben Ancelotti muss sich auch Borussia Mönchengladbach gegenüber dem DFB-Kontrollausschuss verantworten. Hintergrund ist ein Schmäh-Spruchband beim Heimspiel gegen RB Leipzig (1:2). Der Verband wird wegen des Banners, auf dem "Wir verurteilen jeden geworfenen Stein... der Euch Kunden nicht getroffen hat" stand, ein Ermittlungsverfahren einleiten.

Das Spruchband war während der ersten Halbzeit in zwei Teilen am Zaun vor der Nordkurve präsentiert worden. Beim RB-Auftritt in Dortmund zwei Wochen zuvor war es vor dem Stadion unter anderem zu Steinewürfen auf Leipziger Fans gekommen, in der Arena hatten BVB-Fans zum Teil beleidigende Transparente gezeigt. Die Dortmunder Südkurve war daraufhin für das Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg (3:0) am Samstag gesperrt worden.

Auf zahlreichen anderen Bannern hatten sich die Gladbach-Fans kritisch mit RB beschäftigt, ohne sich dabei im Ton zu vergreifen. So hing vor der Gladbacher Kurve ein riesiges Transparent mit der Aufschrift "Traditionsverein seit 1900". Auch rund um das Stadion blieb es anders als in Dortmund ruhig.

asz/sn (sid, dpa)

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