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Sport-News

DFB ermittelt wegen Rassismus-Vorfall

Die rassistischen Beleidigungen gegen Ingolstadts Fußball-Profi Danny da Costa im Zweitliga-Derby bei 1860 München haben ein Nachspiel: Der DFB-Kontrollauschuss ermittelt.

Bei diesem Thema kennt der Deutsche Fußball-Bund (DFB) keine Nachsicht: Die rassistischen Ausfälle einiger 1860-Fans gegen Danny da Costa vom FC Ingolstadt wollen die Verantwortlichen des Fußballverbandes nicht einfach so hinnehmen. "Ohne Wenn und Aber steht der DFB zu seiner klaren Position, dass Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und jede Form der Diskriminierung nichts im Fußball noch in anderen Bereichen unseres Miteinanders zu suchen haben", betonte der stellvertretende DFB-Generalsekretär Stefan Hans. Der DFB nehme deshalb nun Ermittlungen auf.

Partie musste unterbrochen werden

Der Fußball, betont Hans habe mit seiner "integrativen und weltumspannenden Kraft" die Chance, Grenzen zu überwinden. Genau das Gegenteil war aber am vergangenen Sonntag in der Münchener Arena zu beobachten. Beim 1:0-Sieg von 1860 München im Zweitliga-Derby gegen den FC Ingolstadt kamen von den Rängen rassistische Schmährufe gegen Danny da Costa. "Mir persönlich ist so was noch nie passiert. Ich hatte nie ein Problem damit, egal wo und in welchem Zusammenhang. Dass das mir mal passieren könnte, hätte ich nicht gedacht", sagte der dunkelhäutige Profi, der im rheinischen Neuss als Sohn einer Kongolesin und eines Angolaners geboren wurde. Die Partie wurde wegen der Beleidigungen wenig später von Schiedsrichter Florian Meyer unterbrochen.

Ingolstadts Danny da Costa (r.) gegen Münchens Bobby Wood (l.) (Foto:Sport Moments/Krivec)

Von den Rängen aus rassistisch beleidigt: Danny da Costa (r.) vom FC Ingolstadt

Am Tag nach den Rassismus-Vorfällen von München kündigte der Sportdirektor von 1860 München, Florian Hinterberger, Konsequenzen an. "Der Vorfall ist für uns extrem bedauerlich, wir gehen mit aller Härte und Konsequenz dagegen vor. Wir haben uns bei den Ingolstädtern zu dem Vorfall entsprechend geäußert und bei Danny da Costa entschuldigt", sagte Hinterberger dem Sender Sky. "Der Ordnungsdienst hat die Person ausfindig gemacht, und wir haben es zur Anzeige gebracht." Auch 1860-Geschäftsführer Robert Schäfer sieht hinter den Rufen gegen da Costa nur einen einzelnen Stadionbesucher. Gegen den Mann soll zusätzlich zur Anzeige ein Stadionverbot ausgesprochen werden.

jw/qu (sid, dpa)