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Fußball

DFB-Elf vor Auftaktspiel: Mission possible

Vor dem ersten EM-Gruppenspiel von Weltmeister Deutschland gegen die Ukraine warnt Bundestrainer Joachim Löw vor Überheblichkeit. Der Gegner fühlt sich in der Rolle des Außenseiters wohl.

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EM: Auftakt für Weltmeister Deutschland

Jetzt wird es auch für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ernst. In Maßen. Denn der Weltmeister ist im ersten Vorrundenspiel in Lille gegen die Ukraine (Anpfiff 21 Uhr MESZ, ab 20.45 Uhr im DW-Liveticker) eindeutig in der Favoritenrolle. "Ich freue mich wahnsinnig, dass es losgeht", sagte Bundestrainer Joachim Löw bei der letzten Pressekonferenz vor der Partie gegen den Außenseiter aus Osteuropa. Das Beispiel des EM-Gastgebers Frankreichs, der am Freitag das nur mit Mühe und viel Glück das

Eröffnungsspiel gegen Rumänien

mit 2:1 gewonnen hatte, sei Mahnung genug. "Wir haben gesehen, was uns erwartet: Abnutzungskämpfe", sagte Löw. "Die vermeintlich kleineren Mannschaften verstehen immer besser zu verteidigen."

"Selbstverständlich spielt Özil"

Löw ließ offen, wer im ersten Gruppenspiel anstelle des angeschlagenen Bastian Schweinsteiger die Kapitänsbinde tragen wird. Für ihn bleibe Schweinsteiger der Kapitän, "weil ich weiß, dass er im Turnierverlauf in die Mannschaft zurückkehrt." Zur Aufstellung wollte sich der Bundestrainer nicht im Detail äußern. "Ich will dem Gegner einen Tag vor dem Spiel nicht zu viel verraten", sagte Löw. "Eine Überraschung kann es immer geben." Er widersprach jedoch Spekulationen, dass Spielmacher Mesut Özil zunächst auf der Ersatzbank Platz nehmen müsse: "Mesut ist in einer überragenden Verfassung, körperlich viel besser drauf als noch 2014. Auf seiner Position ist er mit seiner Technik und Spielübersicht ein ganz wichtiger Spieler für uns. Deshalb ist es selbstverständlich, dass er spielt."

Gelöste Stimmung beim Abschlusstraining in Lille. Foto: Getty Images

Gelöste Stimmung beim Abschlusstraining in Lille

Endlich geht es los, sagen die Spieler

Nicht nur der Trainer, auch die Spieler sind heiß auf ihren ersten EM-Auftritt. "Alle freuen sich. Das ist der Grund, warum wir hier sind", sagte Mittelfeldspieler Toni Kroos. Das Team sei bereit, ergänzte André Schürrle: "Wir hatten gute Vorbereitungswochen und haben auch in Frankreich gut gearbeitet." Und Lukas Podolski machte klar, wo die Latte liegt: ganz oben. "Am Ende geht es nur darum, wer holt den Titel? Wir sind Weltmeister, wir haben die Qualität, wir wollen gewinnen", sagte Podolski. Alles andere als eine "Mission impossible".

Timoschtschuk: "Keine Mannschaft ist unbesiegbar"

Ukraine-Stümer Timoschtschuk. Foto: Getty Images

Stürmer Timoschtschuk

Bloß nicht überheblich werden, warnt jedoch Bundestrainer Löw vor dem Spiel gegen die Ukraine: "Das ist eine Mannschaft, die über 90 Minuten Tempo geht und über zwei gefährliche Außen verfügt." Gemeint sind die Flügelflitzer Jewgeni Konopljanka, der in Spanien beim Europa-League-Gewinner FC Sevilla spielt, und Andrej Jarmolenko vom ukrainischen Meister Dynamo Kiew. Der ukrainische Nationalcoach Michail Fomenko empfindet es als kleinen Vorteil, gleich in der ersten Partie auf den Weltmeister zu treffen: "Das hat dazu geführt, dass wir uns komplett auf dieses Spiel konzentrieren konnten." Wie Löw wollte auch Fomenko seine Startelf noch nicht preisgeben. "Wir sind auch in hervorragender Verfassung. Wir sind bereit zu kämpfen", versprach der inzwischen 37 Jahre alte Ex-Bayern-Profi Anatoli Timoschtschuk: "Keine Mannschaft ist unbesiegbar. Nicht einmal Deutschland."

Löw mit makelloser Startbilanz

Die Statistik spricht für den Weltmeister. Fünfmal hat Deutschland bisher gegen die Ukraine gespielt und noch nie verloren. Es gab zwei Siege und drei Unentschieden. In elf EM-Auftaktspielen seit 1972 ging das DFB-Team niemals als Verlierer vom Platz (sechs Siege, fünf Unentschieden). Die Startbilanz von Bundestrainer Joachim Löw ist makellos. Bei den vier bisherigen großen Turnieren unter seiner Leitung als Cheftrainer gewann Deutschland seine ersten Spiele allesamt und mit einer Gesamt-Torausbeute von 11:0. Kein Grund also, sein Licht unter den Scheffel zu stellen. Und so gibt sich Löw auch optimistisch: "Wir müssen unsere eigenen Stärken ausspielen. Wenn wir das spielen, was wir können, werden wir auch gewinnen."

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