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Fußball

DFB-Elf verliert gegen die USA

Zum Abschluss der USA-Reise unterliegt die deutsche Nationalmannschaft ohne ihre Stammspieler überraschend dem Gastgeber mit 3:4. Dabei macht Torwart Marc-André ter Stegen erneut eine unglückliche Figur.

US-Spieler Jermaine Jones bejubelt das Eigentor vom deutschen Torwart Marc-André ter Stegen. Foto: REUTERS/Jason Reed

Überraschungssieg: Die USA besiegt Deutschland im Testspiel

Er kann einem fast leid tun. Drei Länderspiele hat Torwart Marc-Andre ter Stegen bisher für die Nationalelf absolviert. Alle drei hat er verloren und dabei zwölf Gegentore kassiert. Vier davon hat er jetzt bei der überraschenden 3:4-Niederlage gegen die USA rein bekommen. "Es ist bitter für einen so jungen Spieler. Normalerweise spielt er sicher von hinten heraus. Aber er hat auch noch ein paar gute Paraden gemacht", sagte Bundestrainer Joachim Löw. Nationalmannschafts-Routinier Lukas Podolski nahm den Keeper in Schutz. "Solche Fehler passieren, auch uns. Als Torwart sieht man da immer schlecht aus, aber da stehen wir als Mannschaft zusammen. So etwas wirft ihn nicht zurück."

Slapstick-Einlage

Beim ersten Treffer durch Jozy Altidore (13. Minute) konnte er nichts machen. Da hatten die beiden Abwehrspieler Per Mertesacker und Lars Bender sich verschätzt. Und auch beim 1:3, beim Volleyschuss von Clint Dempsey (60.), wurde ter Stegen von seinen Vorderleuten im Stich gelassen. Das zweite Gegentor (16.) dagegen geht ganz klar auf die Kappe des 20-Jährigen: Der Schlussmann von Bundesligist Borussia Mönchengladbach lenkte einen harmlosen Rückpass von Verteidiger Benedikt Höwedes ins eigene Tor (16.). Und beim vierten Treffer der USA durch Dempsey stand ter Stegen zu weit vor seinem Tor (64.)

Kein Bayern- oder Dortmundprofi dabei

Allerdings stand ter Stegen auch bisher nie mit der Stammformation auf dem Platz. Bei allen drei Spielen hatte Bundestrainer Joachim Löw jeweils herumexperimentiert. Wie auch jetzt im Testspiel gegen die USA. Die Bayern- und Dortmundprofis fehlten, weil sie mit ihren Vereinen im Champions-League-Finale, beziehungsweise im DFB-Pokal-Endspiel im Einsatz waren. Beim Jubliäumsspiel zum 100. Geburtstag des US-Fußballverbandes beklatschten die Zuschauer nach dem Eigentor jede Parade von ter Stegen – einige aus Mitleid, die meisten wohl aus Häme.

Erstes Länderspieltor von Kruse

Bundestrainer Joachim Löw guckt zerknirscht. Foto: imago/Schüler

Offensichtlich nicht zufrieden: Bundestrainer Löw

Im Gegensatz zum 4:2-Sieg vor vier Tagen gegen Ecuador zeigten die Deutsche eine schwache Vorstellung. Erst eine Viertelstunde vor Schluss spielten sie offensiv nach vorne und wurden dafür auch gleich belohnt. Mönchengladbachs Neuzugang Max Kurse machte in seinem zweiten Länderspiel sein erstes Tor (79.). Julian Draxler vom FC Schalke 04 erzielte in der 81. Minute den Anschlusstreffer. Zuvor hatte Heiko Westermann (51.) zum 1:2 getroffen.

Endlich Pause

Damit verlor Bundestrainer Joachim Löw das erste Duell gegen seinen Vorgänger und Ex-Chef Jürgen Klinsmann.Der US-Coach hatte vor dem Anpfiff bei hochsommerlichen Temperaturen um die 30 Grad locker mit Löw geplaudert, dann sogar die deutsche Hymne mitgesungen und nach dem Spiel Löw freundschaftlich umarmt. "Die USA sind noch im Wettbewerb, haben noch drei WM-Qualifikationsspiele vor sich und waren deshalb giftiger." Lukas Podolski erklärte: "Uns haben ein paar Prozente gefehlt, um zumindest noch den Ausgleich zu schaffen." Jetzt geht es für die Spieler nach einer langen Saison in die Sommerpause. Das nächste Länderspiel ist erneut ein Testspiel, am 14.08.2013 spielt die DFB-Elf gegen Paraguay.