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Fußball

DFB-Elf ohne Glanz bei Generalprobe

Mit einem knappen 2:0-Heimsieg gegen Israel hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft die Generalprobe vor der EM 2012 absolviert. Dabei blieb die deutsche Elf erneut unter ihren Möglichkeiten.

Es war zwar ein Spiel auf ein Tor – auf das der Israelis. Doch besonders viele Treffer sprangen dabei nicht heraus: Gerade einmal ein einziger in der ersten Halbzeit, dann folgte noch einer in Durchgang zwei. Doch am Ende steht die Erkenntnis: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat ihr letztes Spiel vor Beginn der Europameisterschaft mit 2:0 (1:0) gewonnen. Nach der 3:5-Niederlage im Testspiel gegen die Schweiz und der Pleite gegen Frankreich (1:2) reist die deutsche Elf zumindest mit dem ersten Sieg in diesem Jahr zu dem Turnier nach Polen und in der Ukraine.

"Es war ein guter Abschluss der Vorbereitung", sagte André Schürrle. "Jetzt geht es mit Rückenwind nach Polen." Auch Bundestrainer Joachim Löw zeigte sich einverstanden mit der Leistung seines Teams: "Es war eine ganz ordentliche Abschlussprüfung." Allerdings fand er auch kritische Töne: "Klar läuft noch nicht alles rund. Wir werden uns steigern, wir müssen konsequenter mit den Tormöglichkeiten umgehen."

Lahm auf links

Philipp Lahm im Zweikampf mit Israels Bibras Natkho. (Foto: Michael Sohn/AP/dapd)

Kapitän Philipp Lahm (l.) wurde auf die linke Abwehrseite beordert

Löw nutzte die Generalprobe vor dem EM-Start gegen Portugal am 9. Juni für einige personelle Experimente. So spielte für den noch immer angeschlagenen Bastian Schweinsteiger dessen Teamkollege vom FC Bayern, Toni Kroos. Schweinsteiger leidet noch immer an einer Wadenblessur, die er sich beim verlorenen Champions-League-Finale gegen den FC Chelsea zugezogen hatte.

Auch in der Defensive gab es Veränderungen: So besetzte Kapitän Philipp Lahm die für ihn bei den Bayern ungewohnte linke Abwehrseite. Rechts spielte Jérôme Boateng, der zu der ersten gefährlichen Chance kam: Eine für den Defensivmann ungewohnt offensive Aktion schloss er mit einem Schuss an den Pfosten ab. Die deutschen Fans im ausverkauften Stadion in Leipzig hatten bei strömendem Regen allerdings erst in der 40. Minute Grund zum Jubeln: Mario Gomez traf nach zahlreichen zuvor vergebenen Chancen zum 1:0-Halbzeitstand.

Pfiffe gegen DFB-Elf

Mario Gomez bejubelt seinen Treffer. (Foto: REUTERS/Fabrizio Bensch)

Erzielte wenigstens ein Tor: Mario Gomez

Weil lange Zeit nichts Zählbares heraussprang und Israel sich ausschließlich auf das Verteidigen konzentrierte, verloren einige deutsche Fans die Geduld und bedachten ungelungene Aktionen mit Pfiffen. Die Deutschen hatten die Partie zwar von Beginn an im Griff, agierten aber ausgerechnet in der hoch gelobten Offensive zu ideenlos – trotz der zahlreichen Offensivkünstler um Mesut Özil von Real Madrid. Erst in der 82. Minute erzielte der für Lukas Podolski eingewechselte André Schürrle mit einem satten Distanzschuss das 2:0. Den Rest des Spiels nutzte Löw, um sein Team einmal bunt durchzumischen und noch einigen Akteuren Spielpraxis zu geben. "Es gibt keine erste Elf in einem Turnier, alle müssen fit sein." Wer gegen Portugal auflaufen wird, stehe noch nicht fest.

Testphase abgeschlossen

Deutschland fährt nun mit nur zwei Testspielen in der Vorbereitung zur EM – so wenig Praxis wie kaum eine andere Nationalmannschaft. Die wenigen Erkenntnisse, die sich aus dem müden Kick ableiten ließen, muss Löw nun in den kommenden Tagen ins Training einfließen lassen. Nach einer formidablen Qualifikation ist bei der deutschen Elf – so scheint es zumindest – aber noch ziemlich viel Luft nach oben. "Wichtig ist, dass wir den letzten Test gewonnen haben", hielt Kapitän Lahm fest. "In der Vergangenheit haben wir es immer hinbekommen, dass wir zum Beginn des Turniers fit waren und top vorbereitet."

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