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Porträts Lehrerverbände

Deutschlehrerverband im Südlichen Afrika (DLV)

Der südafrikanische Deutschlehrerverband setzt auf die Vernetzung seiner Mitglieder im ganzen Land durch das Internet. Dafür hat der Verband nun auch eine neue Webseite eingerichtet, auf der er Materialien anbietet.

Alet Conradie ist – wie sie selbst sagt – mit „absoluter Leidenschaft“ Deutschlehrerin. Ihre Arbeit macht sie mit „Hingabe und Herzblut“. Seit zwei Jahren ist sie die Vorsitzende des südafrikanischen Deutschlehrerverbands.

Deutsche Welle: Sie sagen, Sie machen Ihre Arbeit voller Leidenschaft. Woher kommt dieser Elan und diese Freude an der deutschen Sprache?

Alet Conradie: Das liegt an verschieden Sachen. Nicht zuletzt auch daran, dass die Deutsche Welle uns ganz tolle Materialien zur Verfügung stellt.

Oh, das freut uns aber.

Ja, also wirklich. Die Materialien von der Deutschen Welle sind hier bei uns natürlich bekannt. Und ganz viele von uns setzen sie sehr oft ein. Aber wir als Deutschlehrer, wir lieben halt die deutsche Sprache.

Und was genau benutzen Sie so gerne von den DW-Materialien?

Audio anhören 00:34

Hören Sie rein: Alet Conradie erzählt von den schönsten Momenten als Deutschlehrerin

Also, die Band

„EINSHOCH6“

war ja schon einmal bei uns. Deswegen nutzen wir natürlich auch diese Materialien, also das „Bandtagebuch“ gefällt uns sehr an meiner Schule. Und viele meiner Kolleginnen und Kollegen benutzen ganz gerne die

langsam gesprochenen Nachrichten.

Ich selber habe noch nicht mit

„Jojo“

gearbeitet, weil ich an einer Jungenschule tätig bin, und ich glaube, das ist vielleicht eher etwas für die Mädels. Wir machen auch regelmäßig unsere Lehrerfortbildungen, und letztes Jahr wurden dabei auch die Materialien der Deutschen Welle und ganz spezifisch auch das „EINSHOCH6“-Material vorgestellt. Also, die Deutsche Welle ist hier bei uns sehr präsent. Ach, und heute habe ich gesehen, dass es jetzt das

„Deutschlandlabor mit Nina und David“

gibt. Ich habe direkt gedacht, das muss ich unbedingt mit meinen Anfängern mal machen.

In Südafrika gibt es elf Amtssprachen. Da denkt man sich doch eigentlich, dass man erst einmal diese elf oder zumindest ein paar von diesen elf zu lernen versucht. Wieso lernen trotzdem noch viele Menschen in Südafrika Deutsch?

Das stimmt natürlich. Und wissen Sie, da haben Sie eigentlich den Finger auf den problematischen Punkt gelegt. Unsere größte Sorge ist die Konkurrenz der anderen Sprachen, vor allem Englisch. Viele Leute sagen: „Ja gut, also, in Südafrika kommen wir zurecht mit Englisch. Wieso sollen wir jetzt noch eine europäische Sprache lernen? Man könnte doch überall auf der Welt mit Englisch zurechtkommen."

Was entgegnen Sie denen dann?

Ich glaube, unser größtes Argument ist dann die globalisierte Welt. Und wenn ich mit meinen Kolleginnen und Kollegen aus der Welt Kontakt aufnehme, dann kommt eigentlich überall dieses Problem mit dem Englischen auf. Wir haben das Glück, dass bei uns der Tourismus aus Deutschland boomt. Außerdem haben wir hier drei große Universitäten. Und in akademischen Kreisen weiß man doch, wie wichtig Deutsch als akademische Sprache ist.

Kommen wir noch einmal auf die konkrete Arbeit des Verbands zu sprechen: Was sind Ihre die wichtigsten Aktivitäten?

Gruppenfoto des Vorstands

Der Vorstand des südafrikanischen Deutschlehrerverbands

Wir konzentrieren uns derzeit vor allem auf die Lehrenden. Wir versuchen, ihnen ein bisschen den Rücken zu stärken. Unser Land ist so groß, und die Tausenden von Kilometern verursachen auch, dass man das Gefühl hat, man mache einen Alleingang. Deswegen stellen wir auf unserer neuen Webseite Materialien zur Verfügung.

Ihre Webseite ist mir sofort aufgefallen, die sieht ja sehr professionell aus. Ist das ein Schwerpunkt Ihrer Verbandsarbeit?

Ja, also, ich habe mir so zwei, drei Ziele gesetzt, als ich vor zwei Jahren übernommen habe als erste Vorsitzende. An erster Stelle wollte ich gerne eine professionelle Webseite haben. Seit April in diesem Jahr ist unsere Webseite jetzt online. Außerdem wollte ich auch ganz gerne ein bisschen mehr in Richtung Networking tun, dass man sich auch international vernetzt. Und daran arbeiten wir. Ich selber bin sehr aktiv in der Online-Community. Und das wäre noch ein Wunsch, dass wir uns mehr in Richtung E-Learning bewegen.

Na, da sind Sie dann ja auch bei der Deutschen Welle ganz gut aufgehoben.

Genau. Lacht.


Die wichtigsten Infos in Kürze:
Den

Deutschlehrerverband im Südlichen Afrika

gibt es schon seit 1926. Seit 1993 ist der Verband Mitglied im Internationalen Deutschlehrerverband. Er hat rund 100 Mitglieder.

Vorstandsgremium:
• Alet Conradie (Vorsitzende)
• Jutta Rohwer (2. Vorsitzende)
• Gerda Wittmann (2. Vorsitzende)
• Renate du Toit (Schriftführerin)
• Elisabeth Johannes (Schatzmeisterin)
• Jutta Zietsman (Prüfungsleiterin DaF-Olympiade)
• Christine Maree (Lehrervertreterin SAGV)

IDV-Kontaktperson: Alet Conradie; alrocon [at] telkomsa.net

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