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Sport

Deutschlands Olympia-Traum geplatzt

Kein Aufbäumen, kein Olympia-Ticket: Mit einer weiteren Pleite verspielt das deutsche Eishockey-Nationalteam bei der WM in Schweden und Finnland auch die direkte Olympia-Qualifikation.

Eishockey-Bundestrainer Jakob Kölliker gestikuliert hinter der Spielerbank (Foto: dpa)

Eishockey-Bundestrainer Jakob Kölliker gestikuliert hinter der Spielerbank

Die deutschen Puckjäger haben bei der WM in Schweden und Finnland innerhalb von 44 Stunden die zweite peinliche Klatsche kassiert. Zwei Tage nach dem 4:12-Debakel gegen Norwegen und dem verpassten Viertelfinale verabschiedete sich die sichtlich mitgenommene Mannschaft von Bundestrainer Jakob Kölliker mit einem 1:8 (1:3, 0:3, 0:2) gegen den zwölfmaligen Weltmeister Tschechien aus dem Turnier. Damit verspielte das deutsche Eishockey-Team auch das letzte Direkt-Ticket für die olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi. Nun muss sich die DEB-Auwahl ihr Olympia-Startrecht bei einem mühsamen Qualifikationsturnier im Februar des kommenden Jahres erkämpfen.

"Wir haben alles versucht und uns nicht aufgegeben", sagte Kölliker. Seine Spieler wurden deutlicher. "Nach so einem Spiel wie gegen Norwegen steckt man tief in der Scheiße. Da ist es schwer, wieder rauszukommen", so Alexander Barta, während Kapitän Marcel Goc feststellte: "Wir sind den Tschechen nur hinterhergelaufen. Das ist enttäuschend."

Deutschlands Nikolai Goc (l.) und Tschechiens Ales Hemsky liefern sich einen harten Zweikampf (Foto: dpa)

Deutschlands Nikolai Goc (l.) und Tschechiens Ales Hemsky liefern sich einen harten Zweikampf

Köllikers Zukunft ungewiss

Für Kölliker, der vor einem Jahr die Nachfolge von Uwe Krupp angetreten hatte, war es vermutlich das letzte Spiel als Bundestrainer. Vor der WM galt es als sicher, dass der 58-Jährige künftig als mächtiger Sportdirektor die Geschicke im Deutschen Eishockey-Bund lenkt. Allerdings könnte die schlechteste WM-Platzierung seit dem sportlichen Abstieg 2009 sowie das teilweise blamable Auftreten auch zu einem Umdenken führen.

Die Nationalspieler stehen anscheinend hinter dem Coach, der seine Zukunft nach Spielschluss zunächst offen ließ. "Köbi ist ein guter Trainer und ein netter Mensch. Das sollte man auch bedenken und ihn halten", sagte Torhüter Dennis Endras.