Deutschlands Marine gehen die Schiffe aus | Aktuell Deutschland | DW | 11.02.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Verteidigungspolitik

Deutschlands Marine gehen die Schiffe aus

Der Wehrbeauftragte Bartels fordert, dass die deutsche Marine an keinen zusätzlichen Einsätzen mehr teilnimmt. Grund: Wegen Bürokratie und Misswirtschaft gebe es immer weniger Schiffe.

Die Fregatte Brandenburg wird in ihren Heimathafen geschleppt (Archivbild)(picture-alliance /H.-K. Dittrich)

Die Bundeswehr-Fregatte "Brandenburg" wird in ihren Heimathafen Wilhelmshaven geschleppt (Archivbild)

Nach dem Willen des Wehrbeauftragten des Bundestags, Hans-Peter Bartels (SPD), soll die deutsche Marine an keinen weiteren Einsätzen von NATO, EU oder UNO teilnehmen. Zur Begründung sagte der Wehrbeauftragte: "Der Marine gehen die einsatzfähigen Schiffe aus." 

Gründe seien Ersatzteilmangel, der zu längeren Werftaufenthalten führe, sowie Bürokratie. "Es gibt zu viele Zuständigkeiten auf der Ämterseite, Personalmangel und manchmal vielleicht auch Firmen die sich gern so lange wie möglich an einem einmal erteilten Auftrag festhalten." 

Des Wehrbeauftragten Hans-Peter Bartels

Hans-Peter Bartels, Wehrbeauftragter des Bundestages

Eines der drei größten Marine-Schiffe, der Einsatzgruppenversorger "Berlin", sollte seit März 2017 eigentlich für anderthalb Jahre in der Werft sein, hieß es. Nach einem internen Instandsetzungs-Bericht der Marine, der dem Blatt vorliegt, soll die Werftliegezeit aber deutlich länger dauern. Das gelte auch für den Einsatzversorger "Bonn", der sich ebenfalls in einer Werft befinde. Selbst einfache Ersatzteile wie Einspritzpumpen oder Ölkühler habe die Marine nicht im Depot. Die Lieferzeiten betrügen bis zu sechs Monate. 

Die "Ausmusterung" alter Schiffe funktioniere unterdessen gut, so Bartels. "Sechs alte von unseren 15 Fregatten wurden außer Dienst gestellt, aber von den neuen 125er-Fregatten konnte noch immer keine einzige in die Marine übernommen werden." 

stu/mak (afp,dpa)
 

Die Redaktion empfiehlt