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Aktuell Deutschland

Deutschlands hellste Nachwuchsköpfe

Nicht alle Jugendlichen begeistern sich für die Wissenschaften, es gibt aber viele Tüftler und Nachwuchsforscher. Die besten wurden jetzt bei "Jugend forscht" gekürt.

Die Schüler Timm Piper (l-r), Alexander Emhart, Jan Rapp und Timo Schmetzer präsentieren am Sonntag (20.05.2012) in Erfurt bei der Preisverleihung zum Bundeswettbewerb Jugend forscht ihre Urkunden. Die vier Nachwuchswissenschaftler werden am EU-Wettbewerb 2012 in Bratislava (Slowakei) teilnehmen. Junge Forscher stellten in Erfurt beim Finale des Wettbewerbs Jugend forscht insgesamt rund 100 Projekte und Arbeiten vor. An dem Nachwuchswettbewerb haben sich in diesem Jahr bundesweit knapp 11.000 Jugendliche beteiligt. Foto: Martin Schutt dpa/lth

Finale beim Bundeswettbewerb Jugend forscht

Gestochen scharfe Bilder unterm Lichtmikroskop, ein hochwirksamer Wasserstoffreiniger oder ein rasanter Spaziergang durch die Welt bei fast Lichtgeschwindigkeit: In Erfurt sind die besten Ideen von jungen Tüftlern im Bundesfinale von "Jugend forscht" gekürt worden.

Dabei waren die Nachwuchsforscher aus Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen am Sonntag besonders erfolgreich: Beide Bundesländeer stellen jeweils drei Gewinner. Erste Plätze belegten auch Schüler aus Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Sachsen und Rheinland-Pfalz.

Talentschuppen für junge Forscher

Bundesbildungsministerin Annette Schavan zeigte sich begeistert. Der Wettbewerb sei ein großartiger Talentschuppen für junge Forscher und das Finale in Erfurt biete Einblicke in die Ideen von übermorgen, sagte Schavan, die die Preise in der thüringischen Landeshauptstadt verlieh.

Der 19-Jährige Alexander Emhart aus Riedlingen in Baden-Württemberg räumte neben dem Bundessieg in der Kategorie Chemie auch noch den Europa-Preis der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) ab und wird Deutschland beim Nachwuchsforscherwettbewerb der Europäischen Union vertreten. "Das ist wie ein zweiter Geburtstag", freute sich der junge Mann, als er die mit insgesamt 2.500 Euro dotierten Auszeichnungen entgegen nahm.

Wirkungsgrad: Satte 90 Prozent

Seine Idee: Er baute eine Elektrolysezelle, die per Gärung gewonnenen Wasserstoff besonders effektiv abtrennen kann. Wasserstoff gilt als umweltfreundlicher Energieträger der Zukunft und könnte etwa in Brennstoffzellen für neue, klimafreundliche Autogenerationen genutzt werden. Die Jury war vor allem vom hohen Wirkungsgrad der entwickelten Zelle von mehr als 90 Prozent begeistert.

"Jugend forscht" ist der größte deutsche wissenschaftliche Schülerwettbwerb. Er wurde 1965 ins Leben gerufen. Bei der nun 47. Auflage von "Jugend forscht" hatten in 105 Regional-und Landesausscheidungen fast 11.000 Jungforscher teilgenommen - das war nach Angaben der Veranstalter ein neuer Rekord.

haz/jh (dpa, dapd)