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Kultur

Deutschlands erste Charity-Tram

In Berlin hat die bunt bemalte WM-Charity-Tram ihre erste Fahrt aufgenommen. Während der Fußball-Weltmeisterschaft ist sie mit viel Prominenz für die Afrika-Hilfe unterwegs.

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Der die WM-Charity-Straßenbahn wirbt bis zum 10. Juli für die Kampagne "Gemeinsam für Afrika"

WM-Charity-Straßenbahn in Berlin United for Africa Prominente

An der Aktion in Berlin beteiligen sich viele Prominente

Dicke graue Wolken hängen über Berlin-Mitte. Plötzlich biegt eine bunt beklebte Straßenbahn um die Ecke - und da kommen sogar ein paar Sonnenstrahlen hervor. Langsam kriecht die "Charity-Tram" auf eine Horde wartender Journalisten und Zuschauer zu. Dann geht alles ganz schnell: Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit, die bekannte deutsche Fernsehmoderatorin Anne Will, der Kameruner Nationalspieler Samuel Eto´o und Fußballer aus anderen afrikanischen Nationalmannschaften posieren vor der Tram für Fernsehkameras und Fotografen. Dann steigen sie ein und machen die erste Probefahrt mit der Bahn - einmal um den Hackeschen Markt herum. Auf einer Bühne legt gerade ein afrikanischer DJ auf.

Gemeinsamer Spendenaufruf

Pressevertreter und Zuschauer flüchten sich unter große weiße Sonnenschirme. Denn die Sonne ist mittlerweile wieder verschwunden, dicke Tropfen prasseln vom Himmel, schließlich beginnt es in Strömen zu regnen. Die Kampagne wurde von "Gemeinsam für Afrika", einem Zusammenschluss von 30 Hilfsorganisationen ins Leben gerufen.

Die prominenten Unterstützer der Sonderstraßenbahn lächeln in die Kameras und halten gemeinsam Schilder in die Höhe - zusammen ergebend diese eine Telefonnummer. Eine Kurznachricht an diese Spendennummer kostet 2 Euro 99. Mehr als 80 Prozent davon fließen in die Projekte von "Gemeinsam für Afrika".

Es ist eine von vielen Spendenaktionen. Die "Charity-Tram" soll die Menschen in der Stadt auf Afrika aufmerksam machen, sagt Berlins regierender Bürgermeister Klaus Wowereit: "Das ist eine Aktion, die bundesweit läuft, aber in Berlin wird sie gestartet."

SMS gegen gefährliche Krankheiten

Auch Anne Will sieht in "Gemeinsam für Afrika" eine Möglichkeit, der Bevölkerung zu dem ein oder anderen Anstoß zu verhelfen. Einen Erfolg sähe sie schon darin, wenn der ein oder andere Zuschauer durch die Charity-Tram für einen kurzen Augenblick daran erinnert wird, dass es Menschen in anderen Ländern nicht so gut gehe. Oder aber von der Möglichkeit Gebrauch macht, ganz schnell zu helfen: "Ich kann zum Beispiel eine SMS schicken und damit schon helfen, dass fünf Kinder gegen die fünf gefährlichsten Krankheiten geimpft werden können mit nur einer SMS."

Bis zum Ende der Fußballweltmeisterschaft am 9. Juli können Fußballfans, Sportbegeisterte und Afrika-Liebhaber an ausgewählten Stationen in Berlin-Mitte einsteigen und sich über die Kampagne "Gemeinsam für Afrika" informieren. Vielleicht werden sie dabei auch für eines der zahlreichen Projekte der Hilfsorganisationen spenden, die sich für Afrika engagieren.

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