1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Top-Thema – Podcast

Deutschlands arme Kinder

Kein Geld und keine Perspektive: Die Armut trifft am häufigsten Kinder alleinerziehender Eltern und ausländischer Familien. Es fehlt bisher an ausreichender Unterstützung, um die Situation der Kinder zu verbessern.

Eine Junge vor einer Hochhaussiedlung in Köln

Schlechte Aussichten

In Deutschland leben nach Schätzungen des Deutschen Kinderhilfswerks (DKHW) drei Millionen Kinder in Armut. Besonders stark betroffen sind Kinder alleinerziehender Eltern: Bis zu 40 Prozent von ihnen gelten als arm. Auch die Kinder ausländischer Familien gehören zu den großen Verlierern. Für sie ist das Armutsrisiko doppelt so hoch wie für Kinder aus deutschen Familien.

"Kinderarmut in Deutschland heißt nicht, dass die Kinder verhungern", sagt Thomas Krüger, Präsident des DKHW. Dennoch sind die Auswirkungen der Armut gravierend: Arme Kinder haben geringere Bildungschancen, leiden öfter an Krankheiten und an Übergewicht und zeigen häufiger Verhaltensauffälligkeiten. Dies führt dazu, dass sie von ihren Mitschülern nicht akzeptiert werden, so Krüger. "Die Kinder müssen auf Dinge verzichten, die für viele ihrer Altersgenossen selbstverständlich sind."

Damit zukünftig mehr Eltern von jüngeren Kindern arbeiten gehen können, will die Bundesregierung nun die Zahl der Kindergartenplätze für Kinder unter drei Jahren erhöhen. Außerdem soll das Kindergeld um zehn Euro im Monat angehoben werden. Thomas Krüger jedoch reagiert kritisch: "Eine solche Maßnahme löst die Probleme nicht", sagt er. Krüger fordert vor allem Verbesserungen im Bereich der Bildung, wie zum Beispiel eine frühe Sprachförderung für Kinder ausländischer Eltern, mehr Ganztagsschulen und einen kostenlosen Zugang zu Lernmitteln und Schulessen.

Glossar

alleinerziehend – so, dass ein Elternteil seine Kinder ohne Partner/-in erzieht

Perspektive, die – hier: die Möglichkeiten und Chancen für jemanden in der Zukunft

nach Schätzung – wie ungefähr bestimmt oder beurteilt wurde

jemand/etwas gilt als jemand/etwas – viele Leute haben eine bestimmte Meinung über jemanden/etwas

gravierend – von großer Bedeutung

Übergewicht, das – das zu hohe Körpergewicht

Verhaltensauffälligkeit, die – ein andauerndes, nicht normales Verhalten, das negativ bewertet wird

jemanden akzeptieren – hier: jemanden so annehmen, wie er ist

auf etwas verzichten müssen – etwas nicht haben oder machen können

Altersgenosse, der – jemand, der genauso alt ist wie jemand

Kindergeld, das – das Geld, das Eltern vom Staat für jedes Kind monatlich bekommen

etwas anheben – hier: etwas erhöhen; mehr von etwas geben

Bereich, der – hier: ein abgegrenztes Themengebiet

Maßnahme, die – eine Handlung, durch die etwas verändert werden soll

Sprachförderung, die – die Hilfe, die Unterstützung beim Erlernen einer Sprache

Fragen zum Text

1. Als arm gelten in Deutschland 40 Prozent …

a) der Kinder von alleinerziehenden Eltern.

b) aller Kinder.

c) der Kinder ausländischer Eltern.

2. Was plant die Bundesregierung zur Bekämpfung von Kinderarmut?

a) Die Schulbücher sollen kein Geld mehr kosten.

b) Familien sollen monatlich mehr Geld bekommen.

c) Die Kindergärtnerinnen sollen mehr Geld erhalten.

3. Arme Kinder leiden oft an Übergewicht und zeigen Verhaltensauffälligkeiten, …

a) weil sie von ihren Mitschülern nicht akzeptiert werden.

b) so dass sie von ihren Mitschülern nicht akzeptiert werden.

c) damit sie von ihren Mitschülern nicht akzeptiert werden.

4. Was ist ein Kindergartenplatz?

a) ein Kindergarten, der noch Platz hat

b) ein Garten mit einem Platz für ein Kind

c) ein Platz in einem Kindergarten

5. Eine Maßnahme zur Bekämpfung der Armut ist eine …

a) Armutsmaßnahmenbekämpfung.

b) Maßnahmenbekämpfungsarmut.

c) Armutsbekämpfungsmaßnahme.

Arbeitsauftrag

Wie würden Sie gegen Kinderarmut vorgehen? Erstellen Sie ein Konzept und präsentieren Sie es im Kurs.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema