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Eishockey

Deutschland zittert sich weiter

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft steht im Viertelfinale: In einem packenden Eishockey-Krimi schießt ein Youngster das Gastgeber-Team unter die besten Acht der Welt.

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DEB-Team feiert Einzug ins WM-Viertelfinale

Er spielt noch für ein US-College, doch er ist der Matchwinner für Deutschlandt: Frederik Tiffels trifft im Penaltyschießen und bringt damit die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft bei der Heim-WM ins Viertelfinale. Das Team um NHL-Star Leon Draisaitl von den Edmonton Oilers gewann das Nervenspiel gegen Lettland mit 4:3 (0:0, 2:1, 1:2, 0:0, 1:0) und löste das letzte Ticket für die K.o.-Runde.

"Es war wunderschön, ein geiler Moment, auch für das ganze Team", freute sich Tiffels über sein entscheidendes Tor, das er als Kölner in Lukas-Podolski-Manier beschrieb: "Ich dachte mir am Ende, mach ihn einfach." Und das tat er, der Rest war Jubel in der ausverkauften Kölner Arena.

Felix Schütz mit Last-Minute-Tor

Der Mannheimer David Wolf und Dennis Seidenberg von den New York Islanders sorgten mit einem Doppelschlag binnen 28 Sekunden für die Führung der Deutschen. (32.) Doch im letzten Drittel drehte Lettland auf und damit auch die Partie: Gunars Skvorcovs (39.), Janis Sprukts (49.) und Andris Dzerins (57.) trafen für die Letten, die damit schon weiter schienen. Doch damit war dieses Spiel vor 18.797 Zuschauern noch nicht gelaufen: Schweden-Legionär Felix Schütz machte 32 Sekunden vor Schluss den umjubelten 3:3 Ausgleich.

Eishockey-WM: Deutschland - Lettland (Picture-Alliance/dpa/M. Becker)

Zitterpartie und Bigpoint: Deutschland ringt Lettland schließlich nieder.

Die junge Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) setzte damit ihre Serie bei Heimturnieren fort: Zum achten Mal nahm die deutsche Mannschaft an einer WM im eigenen Land teil, zum achten Mal landete sie unter den ersten Acht. Der Gegner ist am Donnerstag ist allerdings ein echter Brocken: Olympiasieger und Titelverteidiger Kanada. "Das ist ein Spiel, da ist alles drin", gab sich Tiffels optimistisch. 

"Die Mannschaft hat nie aufgeben"

Bundestrainer Marco Sturm lobte die Moral seines Teams: "Den Sieg nehmen wir mit, auch wenn es noch einmal sehr, sehr eng geworden ist. Hut ab, vor der Leistung. Die Mannschaft hat nie aufgeben." Weil die Letten beim Training spioniert hatten, wirbelte der Coach im offiziellen Spielberichtsbogen die Reihen völlig durcheinander. Auf dem Eis standen ganz andere Formationen. Draisaitl, der mit genialen Pässen glänzte, spielte mit den Nürnbergern Patrick Reimer und Yasin Ehliz.

Die Letten schienen in der Tat ein wenig verwirrt, die deutsche Mannschaft erwischte den besseren Start und sah lange wie der Sieger dieses Spiels aus. Doch dann drehte die lettische Auswahl mit einer Energieleistung auf und führte das DEB-Team an den Rand einer Niederlage. Erst das Penaltyschießen verlängerte die deutsche Teilnahme am Heimturnier.

jw/ww (mit sid/dpa)

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