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Wirtschaft

Deutschland: Zahl der Arbeitslosen sinkt weiter

Der Trend bleibt positiv: Auch im März ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland zurückgegangen. Bundesarbeitsminister Scholz hält sogar Vollbeschäftigung für möglich.

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Die Konjuntur in Deutschland läuft gut - die Beschäftigung steigt

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist auf den tiefsten Stand in einem März seit 15 Jahren gefallen. Wie der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, am Dienstag (1.4.2008) in Nürnberg mitteilte, waren im vergangenen Monat 3,5 Millionen Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Dies waren 110.000 weniger als im Februar. Im Vergleich zum März 2007 beträgt der Rückgang 617.000. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Punkte auf 8,4 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 9,9 Prozent gelegen.

Finanzkrise beeinträchtigt Arbeitsmarkt nicht

Weder die internationale Finanzkrise noch die Eintrübung der Weltwirtschhaft hätten die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt beeinträchtigt, sagte Weise. Es gebe keine Hinweise auf ein Ende des Aufwärtstrends, von dem auch im März jüngere und ältere Jobsuchende sowie Langzeitarbeitslose profitierten.

Angesichts dieser Entwicklung korrigierte die Bundesagentur ihre Prognose für die jahresdurchschnittliche Arbeitslosigkeit leicht von 3,5 Millionen auf 3,43 Millionen nach unten. Im Herbst könnte die Zahl der Arbeitslosen auf rund drei Millionen sinken, sagte Weise.

Ost-West-Gefälle bleibt bestehen

Kaum verändert hat sich trotz des nun schon zwei Jahre währenden Aufschwungs das Ost-Westgefälle auf dem Arbeitsmarkt. In Westdeutschland waren im März 2,27 Millionen Arbeitslose registriert. Das waren 76.000 weniger als im Februar und 437.000 weniger als vor einem Jahr. In Ostdeutschland nahm die Arbeitslosenzahl um 34.000 auf 1,23 Millionen ab. Das waren 180.000 weniger als als im März 2007. Die Arbeitslosenquote lag im Westen bei 6,8 Prozent, im Osten bei 14,4 Prozent.

Scholz: Vollbeschäftigung möglich

Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden teilte ergänzend mit, dass im Februar dieses Jahres insgesamt 39,63 Millionen Menschen erwerbstätig waren. Dies waren 1,4 Prozent oder gut eine halbe Million mehr als im Februar 2007.

Olaf Scholz

Will Vollbeschäftigung: Arbeirtsminister Scholz

Bundesarbeitsminister Olaf Scholz nannte es besonders erfreulich, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen im März erneut zurückgegangen sei. Dies mache Mut und zeige, dass Vollbeschäftigung in Deutschland möglich sei, sagte der SPD-Politiker in Berlin. Sie wäre erreicht, wenn kein Bürger länger als ein Jahr arbeitslos sei. Diesem Ziel müssten weiter die politischen Anstrengungen gelten, erklärte Scholz.

CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla forderte, den Aufschwung am Arbeitsmarkt durch das Festhalten am Reformkurs weiter zu stärken. Dies bedeute, dass das Arbeitsrecht an vielen Stellen verbessert werden müsse. Die gesamte Arbeitsmarktpolitik müsse gründlich entrümpelt werden. (mw)

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