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Aktuell Deutschland

Deutschland wird zum Zuwanderermagneten

Deutschland registriert die höchste Zuwandererzahl seit fast 20 Jahren. Der Grund: Die Wirtschaftskrise in den südeuropäischen EU-Staaten. Vor allem von dort wandern die Menschen ein.

Im vergangenen Jahr zogen 1,08 Millionen Menschen nach Deutschland. Das sind 123.000 mehr als im Jahr 2011, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Besonders viele Menschen kamen aus dem EU-Raum. Vor allem die Zuwanderung aus den südeuropäischen Krisenländern stieg an: Aus Spanien kamen 45 Prozent mehr als im Jahr 2011, aus Griechenland und Portugal jeweils 43 Prozent.

Das größte Zuwanderungsland bleibt allerdings Polen. Von dort kamen 68.100Personen nach Deutschland. Im Gegensatz dazu registrierte das Statistische Bundesamt 712.000 Auswanderern aus Deutschland. Davon waren zwei Drittel ausländische Personen und etwa ein Drittel Deutsche.

Experten loben den Trend

Arbeitsmarktexperten bewerten die Entwicklung positiv: Zuwanderung trägt neben steigender Erwerbstätigkeit von Frauen und Älteren dazu bei, die Auswirkungen des Bevölkerungsschwundes auf das Arbeitskräftepotenzial zu verringern.

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Deutschland wird immer attraktiver

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sprach ebenfalls von einer positiven Entwicklung. "Es geht nicht nur um die Zahl, vor allem die neue Qualität der Zuwanderung ist ein Glücksfall", sagte die Ministerin der Tageszeitung der Welt. "Das hilft unserem Land, macht es jünger, kreativer und internationaler.“ Im Idealfall werde der europäische Arbeitsmarkt zur Drehscheibe für Berufswissen und Wohlstand.

Auch die FDP wertete die Rekordeinwanderungszahlen als "erstklassige Nachrichten". Deutschland brauche aber über den binneneuropäischen Arbeitsmarkt hinaus "eine echte Willkommenskultur, um Talente aus der ganzen Welt konkret einzuladen und aktiv anzuwerben", sagte FDP-Politiker Johannes Vogel. Das Einwanderungsrecht müsse deshalb weiter modernisiert werden.

te/mm (dpa, afp, rtr)

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