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Wissen & Umwelt

Deutschland will bedrohte Korallen retten

Es sieht nicht gut aus für die Kaltwasserkoralle (Lophelia pertusa). Die kalte Schönheit wurde erst vor zwölf Jahren im Dunkel der norwegischen Tiefsee entdeckt – und nun beginnt sie, sich vor unseren Augen aufzulösen. Die filigranen Kalkskelette dieser seltenen Steinkorallen fangen an zu bröckeln, weil das Meerwasser immer saurer wird.

Kaltwasserkoralle Lophelia pertusa aus dem Nordost-Atlantik (Foto: IFM-Geomar)

Krank durch saures Meerwasser: die Kaltwasserkoralle Lophelia pertusa hat so etwas wie Osteoporose - ihr Kalkskelett wird immer brüchiger.

Schuld ist die große Menge an Kohlensäure im Meerwasser. Sie entsteht, wenn sich das Klimagas Kohlendioxid (CO2) aus der Luft im Wasser löst. Nicht nur Korallen, sondern auch kalkhaltige Planktonlebewesen sind bedroht und mit ihnen alle Tiere, die von ihnen leben – bis hin zu Fischen und Walen.

Als erste Nation weltweit hat Deutschland jetzt ein eigenes Forschungsprogramm zur Ozean-Versauerung - BIOACID - gestartet. Die 100 Wissenschaftler und Techniker der 14 beteiligten deutschen Institute und Universitäten wollen genau erforschen, wie und warum die Meere saurer werden, und was mit den Lebewesen im Meer passiert.

Zurzeit steigt der Säuregrad des Meerwassers schneller als je zuvor. (uw/ht/idw/ifm-geomar)

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