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Deutschland: Web 2.0 journalistisch nutzen

Neue Chance für den Journalismus: 13 Medienschaffende aus Asien lernten in Berlin und Bonn neue journalistische Darstellungsformen im Internet kennen. Die Ergebnisse waren außergewöhnlich.

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„Als ich das erste Mal den Reichstag besuchte, konnte ich nicht verstehen, was dort an den Wänden geschrieben steht. Es schien mir, als würde ich dort Graffitis sehen, wie ich sie noch nie zuvor in meinem Leben gesehen hatte.“

So beginnt die Audio-Slideshow „Berlin stands on history – Reichstag Graffiti“, produziert von Taufique Ahmed. Der Journalist aus Bangladesch war zwischen dem 16. November und 4. Dezember 2009 Teilnehmer des Workshops „Online Journalismus und Web 2.0“. Den Besuch im Berliner Reichstag hat er zum Anlass genommen, Fotos von den Wandinschriften zu machen, die russische Soldaten dort bei Kriegsende hinterlassen hatten. Während des Trainings hat Ahmed die Bilder zu einer Slideshow komponiert – unterlegt mit Musik und eindrücklichem Text.

„Außergewöhnlich, wie auch viele andere Ergebnisse des Projektes“, sagt Thorsten Karg. Er hat den Workshop in Bonn und Berlin geleitet. Überhaupt, so Karg seien die Ergebnisse des Projektes erstaunlich.
„Ziel des Kurses war es, Möglichkeiten zu zeigen, die das Internet bietet, um Inhalte, aber auch Emotionen rüberzubringen“, so Karg. In dem zweiwöchigen Kurs haben die 13 Teilnehmer aus Bangladesch, Bhutan, China, Indonesien, Kambodscha, Nepal, Pakistan und den Philippinen gelernt, wie man Texte fürs Netz schreibt, Diashows entwickelt, Audiopodcasts erstellt und Slideshows produziert.

„Gerade in Ländern mit eingeschränkter Presse- und Meinungsfreiheit ist das Internet - etwa in Blogs - immer noch der Bereich, in dem Journalisten die größten Freiheiten haben“, so Karg. Und das gelte auch für einige asiatische Staaten.

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