Deutschland verliert Auftakt der Eishockey-WM | Sport | DW | 03.05.2013
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Sport

Deutschland verliert Auftakt der Eishockey-WM

Eishockey-Krimi ohne Happy End: Deutschland unterliegt in seinem ersten Spiel bei der Eishockey-Weltmeisterschaft gegen Co-Gastgeber Finnland knapp. In der Verlängerung ist das DEB-Team nicht clever genug.

Der Deutsche Profi Torsten Gogulla (r.) versucht gegen Finnlands Jarno Koskiranta an den Ball zu kommen. Foto: AFP

Der Deutsche Profi Torsten Gogulla (r.) versucht gegen Finnlands Jarno Koskiranta an den Ball zu kommen.

Dieser erste Auftritt macht Mut: Deutschland hat bei der Eishockey-Weltmeisterschaft ein mitreißendes Auftaktspiel gegen Finnland zwar verloren, den Gastgeber und Favoriten aber lange Paroli geboten. Beim 3:4 (0:1,1:1,2:1) nach Verlängerung in Helsinki fehlten der Nationalmannschaft von Pat Cortina nur wenige Minuten zum Überraschungssieg gegen wesentlich abgezocktere Hausherren. Im ersten Pflichtspiel nach dem Debakel in der Olympia-Qualifikation waren die Tore von Felix Schütz (31. Minute), Christian Ehrhoff (43.) und Torsten Ankert (57.) zu wenig. Die Finnen feierten dank der Treffer von Petri Kontiola (11./59.), Janne Pesonen (40.) und Sakari Salminen in der Verlängerung den erhofften Heimsieg. Ausgerechnet NHL-Superstar Ehrhoff, den Cortina zum WM-Kapitän gemacht hatte, erwischte eine Partie mit Licht und Schatten. Als er wegen Spielverzögerung auf der Strafbank saß, gingen die Hausherren durch ein cleveres Tor in Führung.

Den Angriffen der schnellen Suomis hielten die Deutschen einen beherzten Kampf in der Abwehr entgegen, dazu zeigte der Berliner Schlussmann Rob Zepp starke Reflexe. Vorne ließen die Mannen von Coach Cortina ihre wenigen, dafür sehr guten Chancen lange ungenutzt: Die größte Gelegenheit im ersten Drittel vergab Nikolai Goc als er freistehend nach einem feinen Pass von Frank Hördler das leere Tor verfehlte (15.). Im zweiten Durchgang machte der Mannheimer seinen Fehler wett, als er Schütz vor dem Tor fand und dieser mit einer frechen Finte zum Ausgleich traf. Plötzlich wurde es ruhig in der Hartwell Areena, zumal das 1:1 nicht dem Spielverlauf entsprach.

DEB-Team mit vielen Strafzeiten

Die Finnen drangen durch ihre spielerische Überlegenheit immer wieder schnell in die deutsche Hälfte ein. Zu allem Überfluss machten sich die Schützlingen von Bundestrainer Cortina durch viele Strafzeiten das Leben schwer. Als Patrick Hager kurz vor der zweiten Pause für zwei Minuten vom Eis musste, traf Hietanen zum 2:1. Im Schlussabschnitt zeigte Ehrhoff dann doch seine Klasse, als er nach einem Bully-Gewinn mit einem Kracher zum 2:2 traf. Dann wurde es dramatisch, das erste Länderspieltor von Ankert hätte fast die große Überraschung bedeutet. Doch die Finnen schlugen zurück.

Einen ersten Dämpfer im hohen Norden hatte der Coach schon vor dem ersten Bully kassiert, als er ein Interview von Verbandschef Uwe Harnos las. Der DEB-Präsident hatte der Süddeutschen Zeitung in Bezug auf den Doppel-Job Cortinas gesagt: "Möglicherweise muss man diese Doppelfunktion Sportdirektor und Bundestrainer hinterfragen. Ein Sportdirektor muss langfristig arbeiten, Konzepte entwickeln. Ein Bundestrainer ist erfolgsabhängig, um nicht in die Kritik zu geraten. Darüber muss man nachdenken." Vertrauen klingt anders. In den beiden weiteren Gruppenspielen trifft Deutschland noch auf Russland und die Slowakei.

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