Deutschland und Frankreich wollen neuen Élysée-Vertrag | Aktuell Europa | DW | 21.01.2018
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Europa

Deutschland und Frankreich wollen neuen Élysée-Vertrag

Deutschland und Frankreich wollen ihre Zusammenarbeit in Wirtschaft, Gesellschaft, Politik und Technologie vertiefen. Deshalb soll noch im Lauf des Jahres ein neuer Élysée-Vertrag erarbeitet werden.

Frankreich Angela Merkel & Emmanuel Macron (picture-alliance/AP Photo/M. Euler)

Mitte Dezember hatte die Kanzlerin Emmanuel Macron in Frankreich getroffen

In einer gemeinsamen Erklärung, die in Berlin und Paris veröffentlicht wurde, kündigten die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron ihr Vorhaben an. Sie wollen damit ausdrücklich auch Europa stärken.

Der gegenwärtige Élysée-Vertrag war vor 55 Jahren, am 22. Januar 1963, von Konrad Adenauer und Charles de Gaulle unterschrieben worden. Die Freundschaft der früheren "Erbfeinde" wurde damit besiegelt. Die Parlamente Frankreichs und Deutschlands hatten zuletzt eine Neuauflage des alten Vertrags gefordert.

Am Montag werden französische Parlamentarier in Berlin erwartet. Im Gegenzug sollen deutsche Abgeordnete nach Paris reisen. "Damit lassen wir uns von dem Gründungsgedanken des Élysée-Vertrags leiten, die Bürgerinnen und Bürger einander näher zu bringen und unsere Zusammenarbeit für alle erfahrbar zu machen", schreiben Merkel und Macron in ihrer Erklärung.

Am Ende sollen "gemeinsame Positionen zu allen wichtigen europäischen und internationalen Themen" entwickelt werden.

Volkswirtschaften vernetzen

Konkret wird die Vernetzung beider Volkswirtschaften angesprochen. Der Erwerb der Sprache des Anderen soll ebenso wie Austauschprogramme und Kulturzusammenarbeit stärker gefördert werden. Auch die Zusammenarbeit von Polizei und Nachrichtendiensten soll ausgeweitet werden. Bei Klimaschutz und Energiewende ist ebenfalls mehr Kooperation geplant.

Sogar eine gemeinsame Videobotschaft haben Merkel und Macron produziert. Auf Deutsch und Französisch erklären sie darin ihr Ziel, "die Menschen in unseren Ländern noch enger zusammenzuführen" und dem vereinten Europa neuen Schub zu geben. Macron wendet sich vor allem an die Jugend und ermuntert zum Erwerb der jeweils anderen Sprache sowie zum Kulturaustausch.

uh/fab (dpa, rtr)