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Aktuell Afrika

Deutschland stockt Mali-Truppe auf

Sogar Regierungspolitiker räumen ein, dass der Einsatz für die Bundeswehr gefährlich werden könnte: Die Bundesregierung wird wohl schon kommende Woche die zusätzliche Entsendung von 500 Soldaten nach Mali beschließen.

Das Kontinent von aktuell bis zu 150 Bundeswehr-Soldaten in Mali würde somit auf 650 Kräfte aufgestockt. Bei den zusätzlichen Soldaten soll es sich vornehmlich um Objektschützer und Aufklärer handeln, die die Einhaltung des Friedensvertrages auch im unsicheren Norden Malis an der Seite von Niederländern überwachen sollen, wie es in Berliner Regierungskreisen heißt.

Mit der Zustimmung des Bundestages wird für Ende Januar gerechnet. Die Verlegung der Soldaten soll dann im Februar beginnen und voraussichtlich bis Mai abgeschlossen sein.

Jürgen Hardt (Foto: Deutscher Bundestag)

Warnt vor Terror in Mali: Jürgen Hardt, MdB

Bundeswehr in Gefahr

Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Jürgen Hardt, hält den Mali-Einsatz für "viel gefährlicher als das, was wir in Syrien machen". Es sei "nicht auszuschließen, dass es auch zu Gefechten und Anschlägen" komme, sagte Hardt der in Düsseldorf erscheinenden Zeitung "Rheinische Post".

In dem muslimisch geprägten Flächenstaat unterstützt die Bundeswehr bislang neben der UN-Friedensmission MINUSMA auch die Ausbildungsmission EUTM der Europäischen Union. Deutsche Soldaten übernehmen nach offiziellen Angaben unter anderem Aufgaben in der Pionier- und Logistikausbildung, stellen mit Hilfe Österreichs und Serbiens die sanitätsdienstliche Versorgung der Mission sicher und unterstützen bei der Sanitätsausbildung.

Putsch, Aufstand, Terror

Nach einem Putsch und dem Aufstand bewaffneter Gruppen geriet Mali vor drei Jahren in eine schwere Krise. Islamistische Gruppen besetzten den Norden des Landes, Anfang 2013 griffen französische Truppen ein und drängten sie zurück. Doch die Kämpfer verschanzten sich in der kaum bewohnten Wüstengegend und verüben weiterhin Anschläge.

Zuletzt sorgte eine Geiselnahme in einem Hotel in der Hauptstadt Bamako im November für internationales Aufsehen. Zu der Terrorattacke mit 22 Todesopfern bekannten sich die radikalen islamistischen Gruppierungen al-Murabitun ("Die Wächter") und der Ableger der Terrororganisation Al-Kaida im Maghreb (Aqmi).

wa/pab (kna, epd)

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