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Welt

Deutschland stärkt Lateinamerika-Kooperation

Es war eine lange Geburt, aber jetzt ist es so weit. In Hamburg wird die EU-Lateinamerika-Karibik-Stiftung eingeweiht - für eine bessere wirtschaftliche, kulturelle, politische und wissenschaftliche Zusammenarbeit.

Benita Ferrero-Waldner (Foto: dpa)

Benita Ferrero-Waldner, Präsidentin der EU-Lateinamerika-Stiftung

Am Montag (07.11.2011.) nimmt die neue Stiftung EU-Lateinamerika-Karibik (EU-LAK) ihre Arbeit auf. Sie soll die wirtschaftliche, kulturelle, politische und wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen den EU-Mitgliedsländern, den Antillen-Staaten und dem amerikanischen Festland südlich der USA fördern. Sie wird auch die EU-Lateinamerika/Karibik-Gipfel von Hamburg aus organisieren.

Die Hansestadt stellte 250.000 Euro für eine Modernisierung der Geschäftsräume zur Verfügung, beteiligte sich an den Kosten für die Büroausstattung und wird die Mietkosten mit 60.000 Euro jährlich bezuschussen. Jährliche Zuwendungen kommen außerdem vom Europäischen Auswärtigen Dienst (EAD).

Eröffnungsfeier in Hamburg

Jorge Valdez Carrillo (l.) mit Jose Manuel Barroso (Foto: EU)

Der Peruaner Jorge Valdez Carrillo (l.) ist Geschäftsführer der neuen Stiftung mit Sitz in Hamburg

Am Montagnachmittag wird der Bürgermeister der Stadt Hamburg, Olaf Scholz, im Rathaus hochrangige Vertreter der 60 beteiligten Länder empfangen, unter ihnen die Stiftungspräsidentin, die Österreicherin Benita Ferrero-Waldner, und den Geschäftsführer der Stiftung, den Peruaner Jorge Valdez Carrillo.

Auch Bundesaußenminister Guido Westerwelle wird dabei sein. Er hatte sich besonders für den Standort Hamburg eingesetzt. "Ich freue mich, dass wir unsere Partner in der EU und Lateinamerika von dieser starken Kandidatur überzeugen konnten. Ich gratuliere Hamburg zu diesem Erfolg", so Westerwelle. Die Hansestadt konnte sich gegen Paris und Mailand durchsetzen.

Außenminister Guido Westerwelle (Foto: dapd)

Der Bundesaußenminister hatte für Hamburg geworben

Bereits auf dem EU-Lateinamerika-Gipfel 1999 hatte Spanien die Gründung einer EU-LAK-Stiftung vorgeschlagen. Die Entscheidung, diese auch tatsächlich ins Leben zu rufen, fiel jedoch erst im Mai 2010. Seit Januar 2011 steht fest, dass ihr Geschäftssitz in Hamburg sein wird. Der Vorstand wurde im April ernannt. Zu diesem Zeitpunkt hatte Ferrero-Waldner gerade ihre Tätigkeit als Kommissarin für Außenbeziehungen und europäische Nachbarschaftspolitik in der EU-Kommission beendet. Valdez Carrillo war Botschafter für sein Land in Brüssel.

Immunität für die politischen Gesandten

"Im April wurde auch entschieden, dass die Organisation nicht als Stiftung des Privatrechts errichtet wird, sondern als internationale Organisation", erklärt Henriette Hintelmann von der Abteilung Internationale Kooperation des Hamburger Senats. "Nur so ist es möglich, den Gesandten der verschiedenen Nationen bestimmte Privilegien einzuräumen, wie jenes der diplomatischen Immunität." Das Amerika-Institut in Paris (Institut des Amériques) und die Regierung der Lombardei - der meist bevölkerte Verwaltungsbezirk Italiens und einer der reichsten Europas - sind privilegierte Partner der EU-LAK-Stiftung.

Autor: Evan Romero-Castillo
Redakteur: Pablo Kummetz / Tamas Szabo

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