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Fußball

Deutschland souverän im Viertelfinale

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat sich mit einem 2:1 gegen Dänemark ins Viertelfinale der EM gespielt. Im Parallelspiel der Gruppe A gewann Portugal gegen Holland und kam ebenfalls weiter.

Die Pflicht ist erfüllt – jetzt kommt die Kür: Die deutsche Elf ist mit einem 2:1 (1:1)-Erfolg über Dänemark in die K.o.-Phase der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine eingezogen. Als Gruppensieger trifft die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw im Viertelfinale am Freitag (22. Juni, 20:45 Uhr MESZ) in Danzig auf Griechenland, den Tabellenzweiten der Gruppe A. Deutschland ist das einzige Team im Turnier, das bisher alle Spiele gewonnen hat.

Podolski im Klub der 100er

Lukas Podolski feiert seinen Treffer zum 1:0. (Foto: REUTERS/Eddie Keogh)

Das Tor des Jubilars: Lukas Podolski trifft in seinem 100. Länderspiel

Weil Bundestrainer Löw nur eine Position veränderte (Lars Bender spielte für den gesperrten Jérôme Boateng), kam Stürmer Lukas Podolski zu seinem 100. Länderspiel. Und das mit erst 27 Jahren – das hat vorher noch kein anderer europäischer Fußballer geschafft. "Poldi" dankte dem Bundestrainer für dessen Vertrauen mit dem Führungstor zum 1:0 in der 19. Minute.

Die deutsche Elf legte vor 32.000 Zuschauern in der Lemberger Arena forsch los und kam bereits in Anfangsminuten mehrfach gefährlich vor das Tor der Dänen. Thomas Müller gab die ersten Warnschüsse ab, Dänemark zog sich erstmal in die eigene Hälfte zurück. Als Müller sich erneut in Szene setzte und von rechts in den Strafraum flankte, hielt Mario Gomez den Fuß dazwischen und leitete den Ball auf Podolski um. Der fackelte nicht lang und zog aus gut sieben Metern mit seinem schwachen rechten Fuß zum 1:0 ab. Der Jubel auf den Rängen bei den zumeist in schwarz-rot-goldenen Trikots gekleideten deutschen Fans war ohrenbetäubend.

Dänemark schlägt zurück

Michael Krohn-Dehli trifft zum 1:1. (Foto: REUTERS/Michael Dalder)

Nichts zu lachen für Torwart Neuer: Krohn-Dehli trifft zum Ausgleich.

Kaum fünf Minuten später war die Partie jedoch wieder offen: Michael Krohn-Dehli erzielte per Kopf nach einer Ecke den 1:1-Ausgleich. Weil auch in der Parallelpartie Tore fielen, war lange Zeit ungewiss, wer weiterkommt – Deutschland brauchte wenigstens ein Unentschieden für den Gruppensieg. Dänemark war unter Zugzwang. Und so kamen die Dänen zu der ersten gefährlichen Möglichkeit der zweiten Halbzeit: Jakob Poulsen schoss nur knapp links am Kasten von Manuel Neuer vorbei, der Ball streifte den Pfosten. Danach verlegten sich die Dänen auf das massive Verteidigen, Deutschland tat sich damit schwer.

Und als dann noch Portugal das 2:1 gegen die Niederlande schoss, war das deutsche Aus in nicht mehr allzu weiter Ferne – nur ein Treffer der Dänen und die DFB-Elf wäre ausgeschieden! Doch da fasste sich Startelf-Debütant Lars Bender ein Herz, ging bei einem Konter den langen Weg bis in den gegnerischen Strafraum mit und schob lässig freistehend zum entscheidenden 2:1-Endstand ein (80.). Wieder einmal hatte Bundestrainer Löw ein glückliches Händchen bewiesen. Deutschland spielte die Führung in aller Routine zu Ende und gilt nun erst recht als großer Favorit auf den EM-Titel.