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Ostafrika

Deutschland plant Fachhochschule in Kenia

Im Oktober hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrer Afrika-Reise ein stärkeres Engagement Deutschlands auf dem Kontinent angekündigt. Dazu passt ein neues Projekt für Ostafrika.

Die Skyline der kenianischen Hauptstadt Nairobi (Reuters/N. Khamis)

Die Skyline der kenianischen Hauptstadt Nairobi

Die Bundesregierung will in Kenia eine deutsche Fachhochschule aufbauen. Gemeinsam mit afrikanischen Partnern, dem Deutschen Akademischen Austauschdienst sowie deutschen Fachhochschulen sei die Schaffung einer Deutsch-Ostafrikanischen Fachhochschule geplant, teilte das Auswärtige Amt in Berlin mit.

"Leuchtturmcharakter"

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (DW/B. Riegert)

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier

"Das Projekt einer Deutsch-Ostafrikanischen Fachhochschule ist ein passgenaues Ausbildungsangebot für den großen Bedarf an Fachkräften in der Region", sagte Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Er sei davon überzeugt, dass eine solche Fachhochschule "Leuchtturmcharakter" für die Zusammenarbeit Deutschlands mit den Ländern in Ostafrika habe, erklärte der SPD-Politiker. Insbesondere Kenia gilt in der Region als Wachstumsmarkt.

Die Regierung in Nairobi hat nach Angaben des Auswärtigen Amtes bereits ihre finanzielle und inhaltliche Unterstützung für die Schule zugesichert. Auch bei deutschen Unternehmen und Stiftungen stoße das Projekt auf starkes Interesse, hieß es weiter.

Unterstützung durch deutsche Firmen

Im Gespräch sind Beiträge in Form von Ausbildungspartnerschaften, Lehrstuhlförderung und Stipendien. Eine bessere Ausbildung in den afrikanischen Ländern mit einer sehr jungen Bevölkerung gilt auch als Beitrag dafür, Migrationsbewegungen Richtung Europa einzudämmen.

Am Rande der Vorstellung des Schulprojekts sagte Steinmeier den Vereinten Nationen zudem zusätzliche 61 Millionen Euro an humanitärer Hilfe für Afrika zu. Sie soll Binnenflüchtlingen in Burundi, Mali, Somalia, dem Südsudan sowie den Nachbarländern und den vom Terror durch die islamistische Extremistenmiliz Boko Haram betroffenen Menschen im Tschadsee-Becken zugute kommen.

wl/jj (rtr,dpa)

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