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Deutschland

Deutschland nimmt Abschied

Er war Denker und Demokrat: Richard von Weizsäcker. Mit einem Staatsakt verabschieden Weggefährten, Politiker und Bürger den Altbundespräsidenten. Die Bundesrepublik nimmt Abschied von einem prägenden Mann.

Staatsakt für Richard von Weizsäcker im Berliner Dom (Foto: picture-alliance/AP Photo/M. Schreiber)

Vor dem Altar des Berliner Doms steht ein Sarg, umhüllt mit der Bundesflagge. Vor ihm liegt ein einzelner Blumenkranz. Deutschland verabschiedet sich von einem großen Mann, der sich ganz besonders um das deutsche Volk verdient gemacht hat: Richard von Weizsäcker. Der Trauerstaatsakt ist etwas ganz Besonderes. Der Bundespräsident ordnet das Zeremoniell an, wenn die Bundesrepublik von Menschen Abschied nehmen will, die sich um das deutsche Volk hervorragend verdient gemacht haben - wie Richard von Weizsäcker. Der Altbundespräsident ist am 31. Januar 2015 im Alter von 94 Jahren verstorben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel kam in den Berliner Dom, um Richard von Weizsäckers zu gedenken. Heute überließ Merkel anderen das Wort. Außenminister Frank-Walter Steinmeier, Finanzminister Wolfgang Schäuble und die ehemalige Bundestagsvizepräsidentin Antje Vollmer hielten Reden.

Am Trauergottesdienst und dem anschließenden Staatsakt nehmen nur geladene Gäste teil - Familie, Weggefährten, Politiker und Staatsoberhäupter.

Nach dem Trauergottesdienst tragen acht Offiziere des Wachbataillons den Sarg aus dem Dom. Sie werden von acht weiteren Generälen und Admirälen sowie der Ordenskissenträger geleitet. An der Domtreppe setzen sie den Sarg ab. Ein Choral erklingt, anschließen die Nationalhymne.

Anschließens wird der Sarg in einer Limousine durch Berlin gefahren. Dafür wurde ein großes Areal hermetisch abgeriegelt. Lediglich an der Wegstrecke vom Lustgarten zum Waldfriedhof Dahlem besteht die Chance, einen letzten Blick auf das Auto mit dem Sarg des ehemaligen Staatsoberhaupts - von 1984 bis 1994 - zu erhaschen.