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Politik & Gesellschaft

Deutschland kann Kyoto-Protokoll schaffen

Laut Umweltministerium ist die Bundesrepublik auf gutem Weg, den Treibhausgas-Ausstoß im Vergleich zu 1990 um rund 20 Prozent zu senken. Die gute Konjunkturlage lässt die Emissionen allerdings noch ansteigen.

Propangasbrenner, auch Heizpilze genannt, vor einem Restaurant in der Altstadt in Düsseldorf (Foto: dpa)

Belasten auch das Klima: Heizpilze vor Cafes, Gaststätten und Restaurants

Der Treibhausgas-Ausstoß in Deutschland lag 2010 trotz des Wirtschaftsaufschwungs um fast 25 Prozent unter dem Niveau von 1990. Dies entspreche einem Rückgang von mehr als 295 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr, teilte das Bundesumweltministerium in Berlin mit. Zwar seien die Emissionen gegenüber dem Krisenjahr 2009 um knapp drei Prozent gestiegen, sie lägen aber damit immer noch deutlich unter dem im Kyoto-Protokoll vereinbarten Niveau. "Wir zeigen, dass Wirtschaftswachstum und Klimaschutz Hand in Hand gehen können", erklärte Umweltminister Norbert Röttgen angesichts dieser Entwicklung.

Positive Entwicklung auch durch die Wende

Die Bundesrepublik hatte sich im Zuge des Vertrages von Kyoto verpflichtet, bis zum Jahr 2012 rund 21 Prozent weniger Klimagase zu produzieren als 1990. Damit zeichnet sich ab, dass dieses Ziel erreicht wird, auch wenn für 2011 aufgrund der guten Konjunkturlage erneut mit steigenden Emissionen zu rechnen ist.

Unter den Treibhausgasen machte Kohlendioxid 2010 mit über 87 Prozent den größten Anteil aus. Ein erheblicher Teil des Rückgangs der vergangenen Jahre ist auf den Zusammenbruch und die Modernisierung der ostdeutschen Industrie nach der Wende zurückzuführen. Das Kyoto-Protokoll aus dem Jahr 1997 ist das einzige globale Klimaabkommen, das verbindliche Vorgaben für die Emission von Treibhausgasen macht.

sti/gmf (dapd, dpa, rtr)

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