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Aktuell Welt

Deutschland im Fußballfieber

Millionen Fußballfans können kaum noch erwarten, dass es endlich losgeht, das Champions-League-Endspiel - der Gipfel der deutschen Giganten: Borussia Dortmund gegen Bayern München.

Das gab es noch nie: zwei deutsche Mannschaften im Finale der Champions League, der Königsklasse des europäischen Fußballs - und dann auch noch im Londoner Wembley-Stadion, dem Fußball-Tempel schlechthin. Bayern München, der Deutsche Meister 2013 gegen den Deutschen Meister 2011 und 2012, Borussia Dortmund. Ein Endspiel der Superlative.

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Vor dem Finale in London

Kein Wunder, dass Medien und Fans langsam durchdrehen. Das Zweite Deutsche Fernsehen, ZDF, dass das Match an diesem Samstagabend (20.45 Uhr MESZ) überträgt, blendet in sein laufendes Programm eine "Countdown-Uhr" ein, die Stunden, Minuten und Sekunden bis zum Anstoß zeigt. Die seriöse Katholische Nachrichtenagentur KNA sammelt Prognosen kirchlicher Würdenträger zum Spielausgang. Ergebnis: Der Bessere möge gewinnen.

Nach einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Nachrichtenagentur dpa rechnen 45 Prozent der Bundesbürger mit dem Titelgewinn der Bayern. Nur ein Drittel der Bevölkerung traut Dortmund den Sieg zu. Gleichzeitig ist aber 48 Prozent der deutschen Bevölkerung der Außenseiter aus dem Ruhrgebiet sympathischer. 21 Prozent mögen den deutschen Rekordmeister aus München lieber. Der oberste Fußballfan der Republik hält sich raus: "Ich bin deutsche Bundeskanzlerin und sage: Deutschland. Damit bin ich ganz auf der sicheren Seite", erklärt Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sich das Spiel in London ansehen wird. Wird auf der Tribüne die Farbe ihres Jacketts Auskunft über geheime Sympathien geben?

Schwarz-gelbe Überzahl

In der britischen Hauptstadt jedenfalls bilden nach Korrespondentenberichten "schwarzgelbe" BVB-Fans die Überzahl vor den "roten" Bayern. Am Trafalgar Square, dem zentralen Platz in der Innenstadt, versammelten sich viele Anhänger und feierten fröhlich mit Bier und Fangesängen - trotz teils heftigen Londoner Regens und Temperaturen von kaum über zehn Grad Celsius.

Borussen-Fans auf dem Picadilly Circus (Foto: dpa)

Borussen-Fans auf dem Picadilly Circus

Auch der Picadilly Circus, am Rande des Vergnügungsviertels Soho, war phasenweise in schwarz-gelb getaucht. Auf dem Weg nach Wembley wiederum hatten die Bayern die Nase knapp vorne. Ihr Flugzeug landete am Freitag bereits um 11.30 Uhr Ortszeit, die Borussen erreichten den Flughafen in Stansted um 13.53 Uhr. Ob das irgendein Omen ist?

wl/qu (dpa, afp, kna, spiegel-online)

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