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Handball-WM

Deutschland holt sich den Gruppensieg

Mit einem souveränen Sieg über Top-Gegner Kroatien spielt sich Deutschland bei der Handball-WM in den engen Favoritenkreis. Besonders Torwart Wolff zeichnet sich aus. Nun wartet im Achtelfinale der Vizeweltmeister.

Erwartet worden war ein echtes Finale, ein Endspiel um den Gruppensieg zwischen zwei Top-Teams auf Augenhöhe. Allerdings fiel das Ergebnis am Ende klarer aus, als es sich mancher vorher gedacht hätte: Mit 28:21 (13:9) besiegte die deutsche Handball-Nationalmannschaft das hochgehandelte Team aus Kroatien und sicherte sich damit eindrucksvoll Platz eins in Vorrunden-Gruppe C. Die Kroaten um ihren Superstar Domagoj Duvnjak liefen fast über die gesamte Spieldauer einem Drei-bis-Vier-Tore-Vorsprung der Deutschen hinterher. Vor allem aus dem Rückraum kam zu wenig. Der kroatische Trainer Zeljko Babic ließ daher meist mit einem siebten Feldspieler angreifen, um sich mit der Überzahl einen Vorteil zu verschaffen.

Die Mannschaft von Bundestrainer Dagur Sigurdsson zeigte ihre bislang beste Leistung des WM-Turniers in Frankreich. In der Abwehr stand der Europameister kompakt, gewann viele Bälle und kam immer wieder zu Tempo-Gegenstößen. Auch beim kontrollierten Positionsangriff zeigten die Deutschen ihre Qualitäten. Geduldig ließen sie den Ball laufen, um dann im entscheidenden Moment blitzschnell zuzuschlagen. Sigurdsson hatte vor dem Gruppen-Finale seinen Kader umgebaut. Rune Dahmke reiste ab, für ihn wurde Kreisläufer Hendrik Pekeler nachnominiert. Zuvor war bereits Holger Glandorf, Weltmeister von 2007, als 16. Spieler nach Frankreich beordert worden.

Kein Hoffnungsschimmer für Kroatien

Handball WM Deutschland - Kroatien (picture-alliance/dpa/M. Murat)

Patrick Wiencek (2.v.l.) traf sechsmal und war im Angriff der entscheidende Spieler

Als sich in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit einige Unkonzentriertheiten ins deutsche Angriffsspiel einschlichen, war hinten Torhüter Andreas Wolff da und rettete seinem Team mit einigen guten Paraden den Vorsprung. Nach 44 Spielminuten führten die "Bad Boys" mit 19:13. Babic nahm daraufhin eine Auszeit, wurde laut, und Kroatien fing sich wieder. Nach einem unnötigen Ballverlust durch Rückraumspieler Julius Kühn, stand es nach 51 Minuten plötzlich nur noch 21:19. Doch das deutsche Team behielt die Nerven, spielte in dieser Phase bevorzugt über den bärenstarken Patrick Wiencek am Kreis, der mit sechs Treffern bester deutscher Werfer war, und erstickte die kroatischen Hoffnungen im Keim. Bis zur Schlusssirene bauten Wiencek und Co. den Vorsprung konsequent wieder aus.

"Das war ein deutliches Zeichen an die Konkurrenz. Die Abwehr hat einen unglaublichen Job gemacht und Andi Wolff hat phasenweise herausragend gehalten. Auch wenn im Angriff noch nicht alles geklappt hat, sind wir für die K.o.-Phase bestens gerüstet", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning dem Sportinformationsdienst.

Der wichtige Gruppensieg erspart seiner Auswahl erhebliche Reisestrapazen. Denn nun wird die DHB-Auswahl die komplette K.o.-Runde im nur 120 Kilometer vom Vorrundenspielort Rouen entfernten Paris bestreiten. Im Achtelfinale treffen die Deutschen nun am Sonntag auf Vizeweltmeister Katar, gegen den bei der WM 2015 im Viertelfinale Schluss war.

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