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Sport

Deutschland erkämpft Remis gegen Serbien

Buchstäblich in allerletzter Sekunde belohnen sich die deutschen Handballer für einen großen Kampf. Im ersten Hauptrundenspiel gegen EM-Gastgeber Serbien holt Deutschland einen wichtigen Punkt.

Spielszene Serbien gegen Deutschland (Foto: dapd)

Serbien war der erwartet harte Brocken

Es war ein echter Krimi: Beim ersten EM-Hauptrundenspiel der deutschen Handball-Nationalmannschaft gegen Gastgeber Serbien beendete Sven-Sören Christophersen die Aufholjagd des deutschen Teams erst in letzter Sekunde. Nachdem die Deutschen zwischenzeitlich sogar mit sieben Treffern zurückgelegen hatten, stellte er mit einem wuchtigen Wurf den 21:21 (7:12)-Endstand her. "Es war ein harter Kampf. Wir sind immer hinterher gelaufen, aber haben nie aufgegeben. Das war der Schlüssel", sagte Christophersen anschließend.

Heinevetter hält überragend

Spielszene mit Torhüter Silvio Heinevetter (Foto: dapd)

Torhüter Heinevetter sicherte mit seinen Paraden den Punkt

Vor rund 18.000 lautstarken Zuschauern in der nicht ganz ausverkauften Belgrader Arena war Uwe Gensheimer mit acht Treffern bester Werfer für die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB). Überragender Mann war aber einmal mehr Torhüter Silvio Heinevetter, der in engen Situationen immer wieder wichtige Bälle hielt und seine Mannschaft so nach vorne puschte. Nach dem Spiel war er entsprechend geschafft: "Ich habe langsam keine Lust mehr auf solche Spiele", sagte er lachend. "Wir haben heute - auf deutsch gesagt - scheiße gespielt. Hinten wie vorne. Aber wir sind über Kampf und Willen wieder reingekommen und haben den Punkt verdient."

"Wir haben uns belohnt"

Bundestrainer Martin Heuberger gestikuliert (Foto: dapd)

Emotional dabei: Bundestrainer Heuberger

Tatsächlich lagen die Deutschen über die gesamte Spieldauer kein einziges Mal in Führung. Beim Stand von 4:5 (17. Minute) und 6:7 (23.) hatten sie mehrmals die Chance zum Ausgleich. Doch litten die Mannen um Kapitän Pascal Hens wieder unter der alten Abschlussschwäche. Die Serben nutzen dagegen die Fehler rigoros und schickten die deutsche Mannschaft mit einem 7:12-Rückstand zur Pause in die Kabine. Auch in der zweiten Halbzeit wurde es zunächst nicht besser. Der 8:15-Rückstand (34.) sorgte zeitweise für zusätzliche Verunsicherung. Doch mit unbändigem Willen verkürzte das DHB-Team den Abstand und schaffte schließlich den Ausgleich.

"Wir wussten, dass wir nicht viele Chancen bekommen würden", analysierte ein heiserer Bundestrainer Martin Heuberger. "Wir haben einige Möglichkeiten liegen gelassen, aber wir haben uns in der Pause geschworen: 'Wir geben nicht auf!' Und so haben wir uns am Ende belohnt." Auf Heuberger und seine Mannschaft warten in der Hauptrunde zwei weitere harte Brocken. Nächster Gegner ist am Montag (23.01.2012) Dänemark. Anschließend steht das Spiel gegen Polen an.

Autor: Andreas Sten-Ziemons
Redaktion: Calle Kops

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