1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Sport

Deutschland erkämpft Remis gegen Dänen

Auch im dritten Vorrundenspiel bei der Handball-WM in Katar überzeugen die Deutschen und holen einen Punkt gegen Dänemark. In einer ausgeglichenen Partie wäre sogar noch mehr drin gewesen für den Außenseiter.

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft bleibt auch in ihrem dritten Vorrundenspiel bei der Weltmeisterschaft in Katar ungeschlagen. Gegen Vize-Weltmeister Dänemark schafften die Deutschen in einer engen und intensiven Partie ein 30:30 (16:16). Bester Akteur im Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson war Steffen Weinhold, dem acht Tore gelangen. Die Deutschen verspielten zwar am Ende in Unterzahl einen Sieg, haben aber dennoch beste Chancen auf den Gruppensieg in Vorrundengruppe D.

Sigurdssons Taktik fruchtet

Vor 3500 Zuschauern in Doha machte das deutsche Team dem Favoriten aus Dänemark von Anfang an das Leben schwer und war fast über die gesamte Spieldauer mit einem oder zwei Treffern in Führung. Für das Duell mit seinem Lehrmeister Gudmundur Gudmundsson auf der Bank der Dänen hatte sich Bundestrainer Sigurdsson eine besondere taktische Maßnahme einfallen lassen: Der Isländer ließ die deutsche Abwehr sehr offensiv agieren und Dänemarks Spielmacher, den ehemaligen Welthandballer Mikkel Hansen, eng decken.

Diese Maßnahmen fruchteten in der Anfangsphase, als die DHB-Auswahl den WM-Zweiten zu Fehlern provozierte und schnell mit 3:1 in Führung ging. In der Folge fanden die mit acht Bundesliga-Legionären angetretenen Dänen in der deutschen Abwehr aber auch immer wieder Lücken. Hansen schaffte es dabei öfters, sich Groetzkis Sonderbewachung zu entziehen.

Wechsel im deutschen Tor

Handball WM Deutschland Dänemark

Dänemarks Spielmacher Mikkel Hansen (r.)

Die DHB-Auswahl fand vor seinerseits im eigenen Angriffsspiel angetrieben von Spielmacher Martin Strobel immer wieder gute Lösungen, die Anspiele auf die Kreisläufer stellten die dänische Deckung immer wieder vor Probleme. Zudem strahlte der deutsche Rückraum Torgefahr aus. So entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung, keiner Mannschaft gelang es in den ersten 30 Minuten, sich abzusetzen. Nach dem Wechsel brachte Sigurdsson im Tor den Berliner Silvio Heinevetter für Carsten Lichtlein.

Und der Tausch machte sich zunächst bezahlt: Heinevetter hielt fünf der ersten zehn Bälle. Das deutsche Angriffsspiel war zudem weiterhin druckvoll, selbst in eigener Unterzahl wurden klare Chancen kreiert. Doch Dänemark blieb dran, agierte besonders in Überzahl effektiv, während die DHB-Auswahl von leichten Toren im Tempogegenstoß profitierte. Schließlich kam Lichtlein wieder für den nachlassenden Heinevetter, aber die letzten 90 Sekunden agierte das deutsche Team in Unterzahl. Beim Stand von 30:30 gelang den Deutschen kein Tor mehr. Doch sollte die deutsche Mannschaft auch ihre beiden verbleibenden Partien gegen Argentinien und Saudi-Arabien gewinnen, wäre ihr der Gruppensieg in Gruppe D sicher.

In den weiteren Spielen des dritten Spieltags der Vorrunde in der deutschen Gruppe D setzten sich Polen und Argentinien durch. Die Polen schlugen Russland mit 26:25 (12:13). Argentinien hatte beim 32:20 (13:11)-Erfolg gegen Saudi-Arabien wenig Mühe. In der Tabelle führt nun Deutschland (5 Punkte) vor Dänemark (4) und Polen (4). Dahinter kommen Argentinien (3), Russland (2) und Saudi-Arabien (0).

Schweden gewinnt zum dritten Mal

In Gruppe C trennten sich Frankreich und Island 26:26 (12:14). Schweden besiegte Algerien klar mit 27:19 (15:6). Außerdem unterlag Tschechien Ägypten mit 24:27 (10:13). In der Tabelle liegen die Schweden (6) vor Frankreich (5) und Ägypten (4) in Front. Dahinter folgen Island (3) und die noch punktlosen Tschechen und Algerier.

Die Redaktion empfiehlt