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Europa aktuell

Deutschland: Der Aagaard-Tunnel

Deutschland: Der Aagaard-Tunnel Vor 50 Jahren ließ die DDR-Regierung die Berliner Mauer bauen. Das monströse Bauwerk stand direkt vor dem Haus der Familie Aagard. Die grub einen Fluchttunnel in den Westen.

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Der Weg in die Freiheit: Ein 50 Meter langer Tunnel in über 3 Metern Tiefe.

Aagaard Tunnel

Blick in die Tiefe: Detlef und Lucie Aagaard mit Nachbarn vor dem freigelegten Tunnel.

Die Aagaards mussten in ihrem Haus Zwischendecken und neue Wände einziehen, um fast 75 Kubikmeter Sand zu verstecken. Ständig lebten sie in Angst, das Misstrauen der Grenzer zu wecken, die am Todesstreifen zwischen Glienicke und dem West-Berliner Ortsteil Hermsdorf patrouillierten. In der Nacht vom 10. auf den 11. März 1963 gelang der Familie und ihren Bekannten die Flucht. Heute wohnen die Aagaards wieder in ihrem alten Haus. Ein Archäologe hat den Tunnel freigelegt und untersucht. Für die Familie war der Blick in die schmale Erdröhre eine Reise in ihre eigene Vergangenheit.