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Top-Thema – Podcast

Deutschland: das neue Urlaubsparadies

Lange Zeit galt Deutschland als Servicewüste mit überhöhten Preisen und schlecht gelauntem Personal. Doch das hat sich geändert. Mehr und mehr Touristen besuchen das Land und machen hier gerne Urlaub.

Eine Untersuchung des "World Economic Forum" zeigt, dass Deutschland als Reiseziel immer beliebter wird. Seit 2004 wächst die Zahl der Besucher – und das schneller als in anderen europäischen Ländern. Inzwischen kommen pro Jahr über 60 Millionen Touristen nach Deutschland. Damit hat es im internationalen Ansehen aufgeholt und ist nach der Schweiz das zweitpopulärste Urlaubsland in Europa geworden.

Bei der Entscheidung, einen Urlaub in Deutschland zu verbringen, spielen verschiedene Gründe eine Rolle: Deutschland ist günstiger als andere europäische Reiseziele. Außerdem fühlen sich Reisende hier sicher und sie schätzen die gute Gesundheitsversorgung, den öffentlichen Personennahverkehr und den Service der Hotels und Restaurants.

Durch seine lange Geschichte und reiche Kultur bietet Deutschland viele interessante Besichtigungsmöglichkeiten. Der Kölner Dom etwa zählt zu den weltweit beliebtesten Kulturdenkmälern, und auch verschiedene Naturlandschaften, wie die Alpen oder das Wattenmeer, ziehen viele Urlauber an. Außerdem ist Deutschland durch seine Lage perfekter Ausgangspunkt für Reisen ins europäische Ausland.

Diese Gründe allein erklären jedoch nicht, warum so viele ihren Urlaub in Deutschland verbringen möchten. Für den positiven Imagewandel des Landes und seiner Bewohner ist besonders die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 verantwortlich. Staunend stand die Welt damals vor dieser Nation, die fröhlich eine vierwöchige Party im eigenen Land feierte. Aus den ernsten und ordnungsliebenden Deutschen wurden tolerante und sympathische Gastgeber. Und in ein solches Land reist man doch gerne.


Glossar

Paradies, das – hier: ein besonders schöner Ort

etwas gilt als etwas – etwas wird von vielen Menschen auf bestimmte Art gesehen

Servicewüste, die – sehr schlechter Service, z. B. unfreundliche Mitarbeiter/innen in Hotels und Restaurants etc.

überhöht – zu hoch

Personal, das – die Mitarbeiter/innen einer Firma

etwas holt im Ansehen auf – etwas wird inzwischen besser gefunden als früher

populär – beliebt

eine Rolle spielen – hier: wichtig sein

etwas schätzen – hier: etwas gut finden

Gesundheitsversorgung, die – die Betreuung und Behandlung von Kranken oder Verletzten

öffentliche Personennahverkehr, der – der Verkehr von Bussen und Bahnen auf kurzen Strecken

Service, der – eine Leistung für Gäste oder Kunden, z. B. die Bedienung im Restaurant

reich – hier: unterschiedlich; interessant

Kulturdenkmal, das – etwas, z. B. ein Gebäude, das einen hohen kulturellen Wert hat

etwas zieht jemanden an – etwas wird von jemandem besonders gut gefunden

positive Imagewandel, der – die Verbesserung des Eindrucks, den andere Menschen von jemandem oder etwas haben

Gastgeber, der – jemand, der Gäste bei sich hat und sich um sie kümmert


Fragen zum Text

1. Eine Untersuchung hat gezeigt, dass …

a) die Zahl derjenigen, die in Deutschland Urlaub machen wollen, sehr schnell steigt.

b) Deutschland als Reiseziel inzwischen genauso beliebt ist wie die Schweiz.

c) jährlich fast 60 Millionen Touristen nach Deutschland kommen.

2. Was hat hauptsächlich zum positiven Imagewandel der Deutschen geführt?

a) die Untersuchung des "World Economic Forum"

b) die Fußball-Weltmeisterschaft 2006

c) der Kölner Dom

3. Entscheiden Sie: Welche Aussage ist negativ?

a) Reisende schätzen das deutsche Gesundheitssystem.

b) Deutschland gilt nicht mehr als Servicewüste.

c) Die Bevölkerung hat im internationalen Ansehen verloren.

4. "Deutschland bietet Touristen interessante Möglichkeiten." Ersetzen Sie die Substantive durch Pronomen. Welcher Satz ist korrekt?

a) Es bietet sie ihnen.

b) Sie bieten es ihm.

c) Es bietet ihnen sie.

5. Ergänzen Sie den Satz: "Viele Urlauber finden die Alpen und das Wattenmeer …

a) anziehend."

b) angezogen."

c) anziehen."

Arbeitsauftrag

Stellen Sie sich vor, Sie verbringen Ihren Urlaub in Deutschland. In welche Stadt würden Sie gerne reisen und warum? Schreiben Sie Ihre Gründe in einigen kurzen Sätzen auf und verwenden Sie dabei, wenn möglich, den Konjunktiv II: "Ich würde gerne nach Berlin reisen …"

Autoren: Matthias von Hellfeld/Susanne Roth

Redaktion: Barbara Syring

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