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Kultur

Deutschland contra Brasilien

Der Gegner für Deutschland im WM-Finale steht fest: Am kommenden Sonntag werden Ronaldo & Co gegen die deutschen Kicker antreten.

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Dank Ronaldo ist Brasilien jetzt im Endspiel

Eine Geniestreich von Ronaldo hat Brasilien den Weg ins Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft gewiesen und das Traumfinale gegen Deutschland perfekt gemacht. Der 25 Jahre
alte Stürmer von Inter Mailand erzielte am Mittwoch (26.06.2002) beim 1:0 gegen die Türkei im Halbfinale in Saitama in der 49. Minute den entscheidenden Treffer.

Er setzte sich damit nicht nur in der WM-Torschützenliste mit sechs Treffern an die Spitze vor Miroslav Klose (5), sondern sorgte auch dafür, dass der viermalige Weltmeister zum dritten Mal hintereinander und siebten Mal insgesamt um den Titel spielt.

Premiere der Gegner

Während die Brasilianer am Sonntag (30.06.2002) im Finale in Yokohama zum ersten Mal überhaupt bei einer WM auf Deutschland treffen, müssen sich die Türken mit dem Spiel um Platz drei am Samstag (29.06.2002) in Daegu gegen Gastgeber Südkorea trösten. Für die Mannschaft vom Bosporus war das Erreichen des Halbfinals trotz der Niederlage der bisher größte Erfolg in der Fußball-Geschichte des Landes.

Schlechte Erfahrungen

An die Brasilianer haben die Deutschen keine guten Erinnerungen. Gegen keinen Gegner hat die DFB-Auswahl eine schlechtere Bilanz als gegen die Südamerikaner. In 17 Spielen siegten die Deutschen nur drei Mal, 10 Mal gingen sie als Verlierer vom Platz. Zuletzt setzte es im März 1996 in Stuttgart ein 1:2 gegen die 'Selecao'.

Keine brasilianische Teamstärke

Dass die Brasilianer aber keine 'Über-Mannschaft' sind, zeigten sie im Spiel gegen die Türken. Basis ihres Erfolges waren auch im Halbfinale die Einzelkönner. Während die Türken wie in den Spielen zuvor mit mannschaftlicher Geschlossenheit überzeugten und bewiesen, dass sie zu Recht im Halbfinale standen, fielen die Brasilianer wieder einmal nur durch Einzelleistungen auf. Dabei ragte Rivaldo heraus und stellte seinen Sturmpartner Ronaldo zunächst in den Schatten, bei dem in der ersten Halbzeit lediglich die silberfarbenen Schuhe glänzten.

Lauer Spiel-Start

Beide Mannschaften begannen sehr vorsichtig und zeigten viel
Respekt voreinander. Nach 20 Minuten gaben die Türken dann das Startsignal zu einem der besseren Spiele der K.o-Runde. Alpays Kopfball (20.) nach Flanke von Fatih Akyel wehrte Brasiliens Torhüter Marcos hervorragend ab. Die Chance wirkte wie ein Muntermacher für die Spieler vom Zuckerhut.

Feurige zweite Halbzeit

Der zweite Abschnitt begann mit einem Paukenschlag. Ausgerechnet Ronaldo (49.), von dem bis dahin gar nichts zu sehen war, brachte die Brasilianer in Front. Nach einem Pass von Gilberto Silva setzte sich der ehemalige Weltfußballer gegen drei Abwehrspieler durch und überwand Rüstü mit einem Schuss mit der Fußspitze ins lange Eck. Die
Türken bemühten sich um den Ausgleich und spielten bis zum Strafraum gefällig. Doch Torgefahr strahlten ihre Aktionen nur selten aus. Die Südamerikaner verlegten sich auf das Kontern und waren durch Chancen von Edilson (58.) und Kleberson (61.) dem zweiten Tor nahe. Beeindruckend die Moral der Türken, die bei zwei Möglichkeiten von
Mansiz (79.) und Sükür (81.) Pech hatten. (dpa/pt)